Industriemetalle: Verhaltene chinesische Kupferimporte im August


08.09.17 16:54
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Im Gegensatz zu den Edelmetallen profitieren die Industriemetalle nicht vom schwachen US-Dollar, so die Analysten der Commerzbank.

Ausgehend von China, wo die Preise in den meistgehandelten Kontrakten heute deutlich unter Druck stünden, würden auch die Metallpreise an der LME zum Wochenausklang nachgeben. Im Vergleich zur SHFE würden die Verluste hier aber geringer ausfallen. Kupfer falle um 1% auf gut 6.800 USD je Tonne, Zink und Nickel würden um bis zu 2% nachgeben. In China würden sich zudem auch Stahl und Eisenerz verbilligen. China habe im August Daten der Zollbehörde zufolge 390 Tsd. Tonnen unverarbeitetes Kupfer und Kupferprodukte importiert. Dies sei etwas mehr als im Vorjahr und unverändert im Vergleich zum Vormonat gewesen. Der starke Preisanstieg von Kupfer dürfte höhere Einfuhren verhindert haben.

Auch habe China in den letzten Monaten vermehrt Kupferkonzentrat importiert - im August seien es 1,44 Mio. Tonnen gewesen -, das im Land zu Kupferraffinade verarbeitet worden sei. In den ersten acht Monaten des Jahres hätten die Importe von unverarbeitetem Kupfer mit 3,01 Mio. Tonnen 12,5% unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gelegen. Die Einfuhren von Kupferkonzentrat hätten dagegen mit 11,07 Mio. Tonnen leicht über dem Vorjahresniveau gelegen. Wie schon Verladedaten aus Australien angedeutet hätten, habe China im August auch wieder etwas mehr Eisenerz importiert (88,7 Mio. Tonnen). Die Eisenerzimporte seien damit weiter auf dem Weg, im Gesamtjahr 2017 erneut die Marke von 1 Mrd. Tonnen zu überschreiten. (08.09.2017/fc/a/m)