Industriemetalle: Starker Anstieg der LME-Kupfervorräte in dieser Woche


07.07.17 17:20
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Metallpreise erhielten gestern weder durch den schwächeren US-Dollar noch durch die zwischenzeitlich deutlich gestiegenen Ölpreise Auftrieb und zeigten sich weitgehend unverändert, so die Analysten der Commerzbank.

Auch heute Morgen sei noch keine große Bewegung in den Preisen zu beobachten. Kupfer handele weiter oberhalb von 5.800 USD je Tonne. Die LME-Kupfervorräte seien in dieser Woche um 65 Tsd. Tonnen bzw. 26% aufgestockt worden, womit der Lagerabbau seit Anfang Mai zu einem Großteil wieder wettgemacht worden sei. Rückblickend betrachtet heiße dies aber auch, dass der bis vor kurzem erfolgte Lagerabbau nicht nur auf eine reale Nachfrage zurückzuführen gewesen sei, sondern wohl auch viele Finanztransaktionen dahinter gestanden hätten.

Die zur Auslieferung aus den LME-Lagerhäusern angemeldete Menge (sog. cancelled warrants) sei mittlerweile deutlich zurückgegangen, sodass aus dieser Sicht kurzfristig wohl nicht mit einem erneuten kräftigen Lagerabbau zu rechnen sei. Auch in den Lagerhäusern der SHFE in China seien die Kupferbestände nach einem Rückgang in den beiden Wochen zuvor in dieser Woche wieder leicht aufgebaut worden.

Wie der Hafenbetreiber von Port Hedland in Australien, dem größten Eisenerzverladehafen der Welt, berichte, seien von dort auch im Juni große Mengen Eisenerz verschifft worden, vor allem nach China. Dies deute auf hohe chinesische Eisenerzimporte hin, die nächste Woche veröffentlicht würden. (07.07.2017/fc/a/m)