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Industriemetalle: Philippinen halten am Tagebau-Verbot fest, dennoch keine Knappheitssorgen bei Nickel


05.10.17 15:44
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Nickelpreis hat gestern seine Erholungsbewegung fortgesetzt und ist zeitweise auf gut 10.800 USD je Tonne gestiegen, so die Analysten der Commerzbank.

In den letzten zwei Tagen habe sich Nickel damit um über 4% verteuert. Der philippinische Umwelt- und Bergbauminister, Roy Cimatu, halte an dem Verbot des Tagebaus im Land aufgrund der damit verbundenen Umweltschäden fest. Dieses habe seine umstrittene Vorgängerin eingeführt. Die Minenunternehmen sollten aber Zeit bekommen, andere Wege zum Abbau der Mineralien zu finden. Neue Knappheitssorgen sollte dies nicht auslösen. So habe zum Beispiel Indonesien zuletzt wieder deutlich mehr Nickelerz exportiert. Zudem seien die LME-Nickelvorräte in den letzten zwei Wochen merklich gestiegen. Sie lägen aktuell nur noch knapp unter einem Mehrmonatshoch.

Das staatliche chinesische Research-Institut Antaike erwarte für nächstes Jahr einen Anstieg der chinesischen Aluminiumnachfrage um 6% auf 36,9 Mio. Tonnen. Demnach würden hierbei Legierungen, Brückenrahmen und Strangpressprofile zunehmend eine Rolle spielen. Dagegen solle sich die Nachfrage aus dem Bau-, Transport-, Elektronik- und Energiesektor abschwächen. Da das Angebot aber gleichzeitig um 5,6% auf 38 Mio. Tonnen ausgeweitet werden solle, bestehe laut Antaike am chinesischen Aluminiummarkt 2018 ein Überschuss von 1,1 Mio. Tonnen. In diesem Jahr solle der Überschuss demnach sogar noch etwas höher sein. (05.10.2017/fc/a/m)