Industriemetalle: Jüngster Preisanstieg von Kupfer stark spekulativ getrieben


10.07.17 17:08
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - An der Londoner Metallbörse zeigt sich zum Wochenauftakt ein uneinheitliches Bild, so die Analysten der Commerzbank.

Während zum Beispiel Zink und Blei jeweils etwa 1% nachgeben würden, sei Kupfer unverändert und Nickel lege moderat zu. Der Nickelpreis notiere dennoch weiter unter 9.000 USD je Tonne - unter diese Marke sei das hauptsächlich in der Edelstahlindustrie verwendete Metall am Freitag wieder gefallen. Auf den Philippinen würden die ersten Anordnungen der Anfang Mai abgesetzten Umweltministerin rückgängig gemacht. Der neue Umweltminister habe Beschränkungen bezüglich der Vergabe von Umweltgenehmigungen für Minenprojekte aufgehoben. Weitere Schritte dieser Art dürften folgen, so dass von den Philippinen perspektivisch wieder mehr Nickelangebot an den Weltmarkt gelangen dürfte.

Ein höheres Angebot werde es auch von Aluminium geben - in diesem speziellen Falle allerdings erst 2019. Denn bis dahin möchte Aluminium Bahrain, einer der größten Aluminiumproduzenten im Nahen Osten, seine Produktionskapazitäten von aktuell knapp 1 Mio. Tonnen p.a. auf rund 1,5 Mio. Tonnen p.a. ausweiten. Die dazu notwendigen Baumaßnahmen seien vorletzte Woche gestartet worden.

Wie die CFTC-Statistik zeige, sei der jüngste Preisanstieg von Kupfer auf zeitweise 5.965 USD je Tonne stark spekulativ getrieben gewesen. Denn in der Woche zum 4. Juli seien die Netto-Long-Positionen an der Comex in New York erneut deutlich ausgeweitet worden. Sie würden aktuell auf dem höchsten Stand seit über 4-Monaten liegen. (10.07.2017/fc/a/m)