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Industriemetalle: In Indonesien bleiben Nickelschmelzen weiterhin geschlossen


01.08.17 13:06
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Während die Metallpreise gestern trotz eines etwas schwächer als erwarteten offiziellen Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe (PMI) in China zulegten, gibt der überraschend gute PMI von Caixin für Juli den Preisen heute Morgen zunächst keinen Auftrieb, so die Analysten der Commerzbank.

Dieser liege noch leicht unter dem offiziellen PMI. Heute Nachmittag werde in den USA der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht, der schwächer als im Vormonat erwartet werde. Nickel stehe heute Morgen unter Druck und halte sich nur noch knapp über der Marke von 10.000 USD je Tonne. In Indonesien würden laut Angaben des Verbands der Schmelz- und Verarbeitungsindustrie 13 Nickelschmelzen geschlossen bleiben, bis sich der Nickelpreis zwei Monate lang bei mindestens 11.000 USD je Tonne stabilisiert habe. Der aktuelle Preis würde demnach nur die Kosten decken. Die Schmelzen mit einer kombinierten Produktionskapazität von rund 750 Tsd. Tonnen Nickelroheisen p.a. hätten im Juni aufgrund der damals niedrigen Nickelpreise ihre Produktion gestoppt.

Auf den Philippinen bleibe laut Angaben des Umweltministers Cimatu das von seiner Vorgängerin im April initiierte Verbot des Tagebaus bestehen, bis das Ministerium die offenbar umfangreichen Unterlagen der Unternehmen zur Wiederaufnahme der Produktion vollständig gesichtet habe. Letzte Woche habe der philippinische Präsident den Minenunternehmen mit höheren Steuern gedroht, falls sie nicht die Umwelt besser schützen würden. (01.08.2017/fc/a/m)