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Industriemetalle: Chinesische Stahlexporte im August deutlich gefallen


12.09.17 16:42
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Deutlich ausgeprägter als bei Aluminium war der Rückgang der chinesischen Exporte von Stahl und Stahlprodukten, so die Analysten der Commerzbank.

Daten der Zollbehörde zufolge habe China im August "nur" noch 6,52 Mio. Tonnen exportiert. Dies seien gut 6% weniger als im Vormonat und knapp 28% weniger als im Vorjahr gewesen. Wie bei Aluminium seien auch bei Stahl die Preise in China selbst stärker gestiegen als außerhalb Chinas, sodass sich die Stahlproduzenten mehr auf den heimischen Markt konzentrieren würden.

Aufgrund der hohen Preise sei daneben derzeit die Nachfrage nach chinesischem Stahl im Ausland gedämpft. Industriekreisen zufolge dürften die Stahlexporte aus diesen Gründen auch in den kommenden Monaten auf niedrigem Niveau bleiben. Die Exporte würden wohl erst dann wieder spürbar anziehen, wenn die Preise deutlich unter Druck kommen würden. Danach sehe es bislang aber nicht aus. Der meistgehandelte Future für Betonstahl an der SHFE in China notiere noch in der Nähe eines 4,5-Jahreshochs.

Indonesien habe im August gemäß Daten des Handelsministeriums 6.481 Tonnen Zinn exportiert, 20% mehr als im Vorjahr. In den ersten acht Monaten des Jahres hätten die Ausfuhren mit 48 Tsd. Tonnen sogar 25% über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gelegen. Dies dürfte mit dazu beigetragen haben, dass der Zinnpreis den anderen Industriemetallpreisen nicht nach oben gefolgt sei, sondern seit Monaten weitgehend seitwärts tendiere. (12.09.2017/fc/a/m)