Höhere Anlieferungen in der Elfenbeinküste setzen Kakaopreis unter Druck


21.11.17 11:15
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach den Regenfällen der letzten Zeit zeigen sich die ivorischen Kakaoanbauer in Umfragen vor Beginn der Trockenzeit zufrieden mit der Feuchtigkeitsversorgung, so die Analysten der Commerzbank.

Damit seien die Vorzeichen für die weitere Entwicklung der Kakaobohnen positiv. Zwar werde generell von einer niedrigeren als der Rekordernte des Vorjahres ausgegangen - 2016/17 seien erstmals mehr als 2 Mio. Tonnen produziert worden -, doch in den letzten Wochen hätten die Anlieferungen in die Häfen inoffiziellen Angaben zufolge vollständig zum Vorjahr aufgeholt. Die positiven Meldungen würden den Kakaopreis drücken. In New York habe er gestern um 2% auf 2.084 USD je Tonne nachgegeben.

Schon seit Wochen werde über die mögliche Rückkehr des Klimaphänomens La Niña spekuliert. Dieses gehe häufig mit Trockenheit im Süden Brasiliens, in Argentinien, aber auch in den Hauptanbaugebieten von Mais und Sojabohnen in den USA einher. Positiv dagegen wirke La Niña meist auf die Kakaoproduktion in Westafrika, da dort dann ergiebig Regen falle. Nun habe die australische Wetterbehörde die Wahrscheinlichkeit für das Entstehen von La Niña auf 70% erhöht. Sie erwarte, dass im Dezember die Schwelle für La Niña-Bedingungen erreicht werde. Allerdings gehe die Behörde nur von einer schwachen Ausprägung aus und rechne mit einer kurzen Dauer von wenigen Monaten. Insofern bestehe die Hoffnung, dass das Klimaphänomen - wenn es sich denn tatsächlich etabliere - die Agrarmärkte nicht allzu sehr durcheinander wirbele. (21.11.2017/fc/a/m)