Goldpreis weiter in der Seitwärtsbewegung


04.08.17 10:04
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.fondscheck.de) - Im Juli setzten die Edelmetalle ihre stabile Seitwärtsbewegung fort, so Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Der Goldpreis habe um 2,2 Prozent zugelegt und habe bei einem Kurs von 1.269 US-Dollar pro Feinunze abgeschlossen. Damit habe das gelbe Metall seine Verluste aus dem Juni wieder wettgemacht und ein neues Sieben-Wochen-Hoch erreicht. "Auf US-Dollar-Basis sieht der Markt relativ stabil aus", habe Siegel gesagt. "Das liegt vor allem am aktuell schwachen Dollar, denn in allen anderen relevanten Währungen ist der Goldpreis nicht gestiegen", so Siegel. Auch die im ersten Halbjahr neu entfachte Goldnachfrage in Indien könnte bald ein jähes Ende haben: "Grund dafür ist die im Juli neu eingeführte Mehrwertsteuer in Indien, die drei Prozent auf Goldkäufe erhebt. Dies könnte auch die überdurchschnittlich hohe Nachfrage des ersten Halbjahres erklären, die möglicherweise dazu gedient hat, vor der Steuereinführung die Lagerbestände der Händler aufzufüllen", so Siegel.

Es bleibe abzuwarten, wie sich die indische Goldnachfrage nach der Steuereinführung entwickle. Auch in Deutschland sei die physische Nachfrage nach dem gelben Metall im Juli deutlich gestiegen. "Es war erneut zu beobachten, dass wenn der Goldpreis auf Dollarbasis steigt und gleichzeitig auf Eurobasis etwas billiger wird, die physische Nachfrage hierzulande deutlich anspringt", so Siegel. Viele Anleger hätten diese Konstellation zum Einstieg oder für Zukäufe genutzt. Der kleine Bruder Silber habe im vergangenen Monat um 1,3 Prozent zugelegt und bei einem Kurs von 16,83 USD pro Feinunze abgeschlossen.

Platin und Palladium würden sich weiter einer Parität annähern. Platin habe im Juli 1,5 Prozent hinzugewonnen, bleibe aber mit einem Schlusskurs von 940 USD pro Feinunze nach wie vor unter der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 USD pro Feinunze. Palladium hingegen habe um 4,9 Prozent zugelegt und zum Monatsende bei 886 USD pro Feinunze notiert. "Palladium profitiert nach wie vor von der boomenden Automobilbranche. Insbesondere scheint das Industriemetall, das für die Herstellung von Benzin-Katalysatoren benötigt wird, von der aktuellen Dieselkrise zu profitieren", so Siegel.

Auch die Aktien der Minengesellschaften hätten sich stabil seitwärts bewegt und im Juli auf Dollarbasis durchschnittlich ein Plus von 2 bis 4 Prozent generiert. Grundsätzlich sei es weiterhin sehr ruhig im Sektor, ohne größere Übernahmen oder Kapitalerhöhungen. "Dennoch neigt der Markt momentan noch eher zur Schwäche. Verhaltene Unternehmensergebnisse werden mit Kurseinbrüchen bestraft und gute Ergebnisse werden nicht wirklich mit Kurssteigerungen honoriert. Das ist ein Signal dafür, dass aktuell keine Investitionsbereitschaft im Markt vorhanden ist", so Siegel.

Die Basismetalle hätten im Juli ihre Bodenbildung weiter fortgesetzt. Während Aluminium den vergangenen Monat noch mit einer runden Null beendet habe, hätten Zink (+ 1,1 Prozent), Blei (+1,4 Prozent), Kupfer (+6,9 Prozent) und Nickel (+8,7 Prozent) allesamt zulegen können. "Insbesondere die Entwicklung bei Kupfer, das als das wichtigste und relevanteste Basismetall für die Wirtschaft gilt, signalisiert eine zumindest gesunde Entwicklung der Weltwirtschaft", so Siegel. "Insgesamt zeigt der Dreiklang aus dem zunehmenden Kupferpreis, den sich erholenden Ölpreisen und dem steigenden Baltic Dry Index, einem wichtigen Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern, eine stabile Weltkonjunktur an. Richtige Kaufsignale bei Basismetallen sehen wir jedoch noch nicht", habe Siegel abschließend gesagt. (Ausgabe vom 03.08.2017) (04.08.2017/fc/a/m)





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