Goldpreis nach US-Arbeitsmarktdaten mit Achterbahnfahrt


09.10.17 14:02
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Für Gold ging es am Freitag in Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten zunächst nach unten, bevor eine abrupte Kehrtwende einsetzte, die Gold zum Wochenauftakt bis auf 1.285 USD je Feinunze nach oben trieb, so die Analysten der Commerzbank.

Zwischen dem Tief am Freitag und dem Hoch heute Morgen lägen 25 USD. In den USA sei im September die Beschäftigung entgegen den Erwartungen um 33 Tsd. gesunken, was hauptsächlich auf die Hurrikans Harvey und Irma zurückzuführen sei. Die Arbeitslosenrate sei dagegen weiter gesunken und die Löhne seien stärker gestiegen, was zugleich zu höheren Zinserwartungen seitens der Marktteilnehmer geführt habe. Laut FED Fund Futures liege die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung der US-Notenbank FED im Dezember nun bei 75%.

Dass Gold am Freitag dennoch gestiegen sei, dürfte am schwächeren US-Dollar gelegen haben. Offenbar werde der schwache US-Arbeitsmarktbericht nur als kurzfristiger Ausreißer angesehen. Der weitere Preisanstieg heute Morgen dürfte auf die anhaltenden politischen Unsicherheiten in Spanien zurückzuführen sein. Denn die katalonische Regionalregierung halte trotz großer Gegendemonstrationen am Wochenende weiter an ihrem Unabhängigkeitsbestreben fest. Die spekulativen Finanzanleger hätten sich gemäß CFTC-Statistik in der Woche zum 3. Oktober weiter aus Gold zurückgezogen und damit wohl zum Preisrückgang beigetragen. Der Preisanstieg jetzt könnte daher auch auf die Eindeckung von Short-Positionen zurückzuführen sein. (09.10.2017/fc/a/m)




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