Gold weiter als sicherer Hafen gefragt, Silber steigt überproportional


10.08.17 11:58
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis profitiert vom anhaltenden verbalen Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea und steigt heute Morgen trotz eines fester tendierenden US-Dollar auf 1.280 USD je Feinunze, so die Analysten der Commerzbank.

So hoch habe Gold zuletzt vor fast zwei Monaten notiert. Auch in Euro gerechnet verteuere sich Gold weiter auf 1.090 EUR je Feinunze. Schon gestern habe Gold um 1,3% zugelegt. Die Käufe dürften zum Großteil über den Futures-Markt erfolgen, da es derzeit kaum ETF-Zuflüsse gebe. Auch das charttechnische Bild gebe Gold Unterstützung: Vorgestern habe die wichtige 100-Tage-Linie gehalten, was offenbar zu technisch bedingten Anschlusskäufen genutzt worden sei. Die Aufwärtsbewegung könnte allerdings gebremst werden, sollte der US-Dollar weiter Boden gut machen. So halte zum Beispiel der einflussreiche Präsident der New York FED, Bill Dudley, heute eine Rede, die den US-Dollar unterstützen könnte.

Zudem stünden heute und morgen in den USA Inflationsdaten an, die die Zinserwartungen beeinflussen könnten. Silber habe gestern überproportional um 3% zugelegt und übersteige heute erstmals seit zwei Monaten wieder die Marke von 17 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis sei daraufhin auf 75 gefallen, den niedrigsten Wert seit Ende Juni. Einen noch stärkeren Preisanstieg von Silber hätten wohl ETF-Abflüsse verhindert. Die ETF-Bestände seien in den letzten beiden Tagen um gut 48 Tonnen abgebaut worden. Seit Monatsbeginn stünden damit bereits Abflüsse von 228 Tonnen zu Buche. Platin koste nach einem kleinen Plus gestern rund 975 USD je Feinunze. Dagegen sei Palladium zunächst von der 900 USD-Marke abgeprallt. (10.08.2017/fc/a/m)




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