Gold und Silber gestern vorübergehend auf neue Tiefs gefallen


06.07.17 16:02
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gold ist gestern zunächst unter das Tief von Anfang der Woche gerutscht und hat die anderen Edelmetalle mit nach unten gezogen, so die Analysten der Commerzbank.

Im Laufe des Nachmittags habe es die Verluste aber wieder aufgeholt und handele heute Morgen bei rund 1.225 USD je Feinunze. Die Gold-ETFs hätten gestern in dieser Gemengelage mit 7,2 Tonnen den zweiten großen Tagesabfluss in Folge verzeichnet. Sollte Gold unter das Mai-Tief fallen, dürfte die psychologisch wichtige Marke von 1.200 USD je Feinunze getestet werden.

Silber sei erstmals seit Jahresbeginn vorübergehend wieder unter die Marke von 16 USD je Feinunze gefallen. Da sich Silber im Vergleich zu Gold schlechter entwickelt habe, sei das Gold/Silber-Verhältnis auf 76,5 und damit den höchsten Stand seit Mitte April 2016 gestiegen. Das gestern Abend veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank FED zeige, dass die FOMC-Mitglieder uneins über die weitere Zinspolitik seien: Während einige mit der nächsten Zinserhöhung lieber noch warten wollten, möchten andere den Zinserhöhungszyklus wie geplant fortsetzen. Die Zinserwartungen des Marktes hätten sich daher nach dem Sitzungsprotokoll nicht verändert. Bis Ende des Jahres sei nach wie vor nicht mal eine weitere Zinsanhebung der US-FED eingepreist.

Größter Verlierer unter den Edelmetallen sei gestern Palladium gewesen, das auf Schlusskursbasis um 1,3% gefallen sei. Zwischenzeitlich sei das hauptsächlich in der Automobilindustrie verwendete Edelmetall sogar mit 2% im Minus gewesen. Platin habe sich etwas besser gehalten und die Marke von 900 USD je Feinunze verteidigt. (06.07.2017/fc/a/m)




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