Gold rutscht auf Mehrwochentief - Krisenherde lassen Marktteilnehmer kalt


02.10.17 11:23
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gold fällt zum Wochenauftakt auf ein 6,5-Wochentief von gut 1.270 USD je Feinunze, so die Analysten der Commerzbank.

Belastet werde es durch den festeren US-Dollar, steigende Aktienmärkte und höhere Anleiherenditen. Silber werde von Gold mit nach unten gezogen. Es rutsche auf knapp 16,60 USD je Feinunze ab, den tiefsten Stand seit siebeneinhalb Wochen.

Unter den Marktteilnehmern scheine sich eine gewisse Gleichgültigkeit breit gemacht zu haben. So werde zum Beispiel das gestrige Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien ignoriert. Dort hätten knapp 90% der Teilnehmer für eine Unabhängigkeit der Region von Spanien gestimmt, allerdings hätten weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten an der Abstimmung teilgenommen. Die spanische Polizei habe massiv in die Abstimmung eingegriffen. Die Lage könnte weiter eskalieren, denn die katalanische Regionalregierung halte offenbar an ihren Plänen fest, die Unabhängigkeit Kataloniens auszurufen. Unbeachtet bleibe auch der Konflikt mit Nordkorea. Gestern habe US-Präsident Donald Trump die Gespräche seines Außenministers Rex Tillerson mit Nordkorea als "Zeitverschwendung" bezeichnet und indirekt erneut mit Krieg gedroht.

Sollten die Marktteilnehmer ihre Gleichgültigkeit aufgeben, dürfte Gold als sicherer Hafen und Krisenwährung wieder gefragt sein. Zuletzt habe Gold auch seitens der spekulativen Finanzinvestoren Wind entgegengeweht. Denn diese hätten sich gemäß CFTC-Statistik zuletzt die zweite Woche in Folge spürbar zurückgezogen - die Netto-Long-Positionen seien auf ein 5-Wochentief abgebaut worden - und somit wohl zum Preisrückgang von Gold beigetragen. (02.10.2017/fc/a/m)




hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
1.254,08 $ 1.252,67 $ 1,41 $ +0,11% 15.12./01:23
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
XC0009655157 965515 1.358 $ 1.123 $