Gold profitiert von taubenhaften Yellen-Äußerungen


13.07.17 16:54
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gold stieg gestern schon im Vorfeld der Anhörung von Janet Yellen vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses auf rund 1.225 USD je Feinunze und handelt heute Morgen weiter in etwa auf diesem Niveau, so die Analysten der Commerzbank.

Die FED-Vorsitzende habe grundsätzlich den Plan der US-Notenbank bestätigt, die Zinsen weiter graduell zu normalisieren und auch bald mit einem Abbau der Bilanz zu beginnen. Sie habe allerdings auch darauf hingewiesen, dass sie langsamer vorgehen könnte, sollte die Inflationsrate unter ihrem Ziel bleiben. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei im Zuge dessen spürbar zurückgegangen, wovon Gold profitiert habe. Der aufwertende US-Dollar habe aber wohl einen stärkeren Preisanstieg von Gold verhindert.

Die Kanadische Zentralbank sei gestern dem Vorbild der US-FED gefolgt und habe ebenfalls die Zinsen erhöht. Sie sei die erste westliche Zentralbank nach der FED, die einen solchen Zinsschritt wage. Da auch in vielen anderen Zentralbanken über ein Ende der ultra-lockeren Geldpolitik nachgedacht werde, könnte dies einem deutlichen Anstieg des Goldpreises entgegenstehen.

Silber habe gestern im Fahrwasser von Gold zwar zugelegt, sich aber nicht über der Marke von 16 USD je Feinunze etablieren können. Die weiteren, wenn auch diesmal eher verhaltenen Zuflüsse in die Silber-ETFs hätten offenbar nicht genügend Schubkraft gegeben. In diesem Monat seien den Silber-ETFs bislang fast 300 Tonnen zugeflossen, vor allem in den letzten Handelstagen. Dies habe immerhin dazu beigetragen, dass sich der Silberpreis von seinem 15-Monatstief zu Wochenbeginn wieder etwas erholt habe. (13.07.2017/fc/a/m)




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