Gold hält sich weiter über der 100-Tage-Linie


05.10.17 15:20
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis handelt am Morgen bei 1.275 USD je Feinunze und hält sich damit weiter knapp über der 100-Tage-Linie, so die Analysten der Commerzbank.

Erneut sehr starke US-Konjunkturdaten wie der auf ein 12-Jahreshoch gestiegene ISM-Index für den Dienstleistungssektor und neuerliche Rekordstände der wichtigsten US-Aktienindices hätten den Preis nicht mehr weiter unter Druck zu setzen vermocht. Denn der US-Dollar habe daraufhin nicht mehr weiter aufgewertet und auch die FED-Zinserwartungen hätten nicht mehr weiter angezogen. Die FED Fund Futures würden weiterhin die Wahrscheinlichkeit für eine FED-Zinserhöhung im Dezember bei gut 70% sehen.

Unterstützung erhalte Gold durch den weiter schwelenden Konflikt zwischen Katalonien und Spanien. Der katalanische Regionalpräsident Puigdemont werde am kommenden Montag eine Stellungnahme zum Ausgang des Referendums vom letzten Sonntag und den Konsequenzen daraus abgeben. Es sei durchaus vorstellbar, dass er dort die Unabhängigkeit Kataloniens erkläre. Damit würde eine neue Eskalationsstufe im Konflikt mit der Zentralregierung in Madrid erreicht.

Morgen stünden die US-Arbeitsmarktdaten an. Aufgrund von Hurrikan Harvey könnten diese schlechter ausfallen, was der Markt berücksichtigen dürfte. Bleibe die negative Überraschung aus, drohe ein Abrutschen des Goldpreises unter die 100-Tage-Linie von 1.273 USD je Feinunze. Dies könnte in Anbetracht weiterhin sehr hoher spekulativer Netto-Long-Positionen technische Anschlussverkäufe auslösen und den Goldpreis weiter unter Druck setzen. (05.10.2017/fc/a/m)




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