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Globaler Stahlmarkt bleibt überversorgt


06.10.17 14:05
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Generaldirektor des Weltstahlverbands äußerte, dass die globale Stahlproduktion bis zum Jahr 2035 jährlich um durchschnittlich 1% auf 2 Mrd. Tonnen steigen wird, so die Analysten der Commerzbank.

Dafür würde es aber keine neuen Kapazitäten bedürfen. Denn schon die letzten Jahre hätten einen Rückgang der Stahlintensität gezeigt, da verbesserte Stahlqualitäten wie zum Beispiel hochfester Stahl verwendet würden. In China dürfte es laut Einschätzung des Weltstahlverbands in den nächsten Jahren kein Nachfragewachstum geben. Als Wachstumsmärkte habe der Verband Südostasien, Südamerika und den Nahen Osten ausgemacht, abhängig von der geopolitischen Lage.

In diesem Jahr dürfte die weltweite Stahlproduktion bereits ein neues Rekordhoch von 1,686 Mrd. Tonnen erreichen. Damit wäre der globale Stahlmarkt klar überversorgt. Denn in seinem letzten Nachfrageausblick vom April habe der Weltstahlverband für dieses Jahr eine weltweite Stahlnachfrage von 1,535 Mrd. Tonnen erwartet. Am Markt bestehe also ein Puffer von etwa 150 Mio. Tonnen. Dieser sei 70% höher als im Vorjahr. Mit den aktuellen Angebots- und Nachfrageschätzungen des Weltstahlverbands würde der Puffer im nächsten Jahr nur leicht schrumpfen. Dies deutet nach Erachten der Analysten der Commerzbank auf rückläufige Stahlpreise hin. Die stetig steigende Stahlproduktion spreche theoretisch für eine robuste Nachfrage nach Eisenerz. Allerdings sei auch der seewärtige Eisenerzmarkt überversorgt, da die Produktion kontinuierlich ausgeweitet werde. (06.10.2017/fc/a/m)