Festerer US-Dollar setzt Edelmetallpreise unter Druck


21.11.17 11:04
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit Ausnahme von Palladium kamen die Edelmetalle gestern im späten Handel deutlich unter Druck und gaben ihre Gewinne vom Freitag komplett wieder ab, so die Analysten der Commerzbank.

Gold verloren habe 1,3% und sei zeitweise auf 1.275 USD je Feinunze gerutscht. Für Silber (2,3%) und Platin (3,1%) sei es noch deutlich stärker nach unten gegangen. Silber koste weniger als 17 USD je Feinunze, Platin habe sich auf 920 USD je Feinunze verbilligt.

Bis auf den US-Dollar, der gestern Nachmittag seine anfänglichen Verluste wieder aufgeholt habe, würden sich keine Gründe für den starken Preisrückgang von Gold, Silber und Platin finden lassen. Die Nachricht über das Scheitern der Gespräche zur Regierungsbildung in Deutschland sei offenbar schnell verdaut worden. Nach einem kurzen Rücksetzer sei es zum Beispiel an den Aktienmärkten schnell wieder nach oben gegangen. Die Erholungsbewegung der Edelmetalle falle heute Morgen moderat aus.

Die Schweiz habe gemäß Daten der Zollbehörde die größte Menge Gold seit vier Monaten nach China, Hongkong und Indien exportiert. Auf China seien dabei 34,5 Tonnen entfallen, auf Hongkong 19,7 Tonnen und nach Indien seien 38,1 Tonnen verschifft worden. Die Ausfuhren hätten allerdings unter den jeweiligen Niveaus des Vorjahres gelegen, was die auf den ersten Blick höhere Goldnachfrage in der Region relativiere.

Im Gegensatz zu China habe die russische Zentralbank auch im Oktober Gold gekauft. Eigenen Angaben zufolge habe sie ihre Goldreserven um 700 Tsd. Unzen bzw. fast 22 Tonnen aufgestockt. Russland habe damit bislang wesentlich zu den Goldkäufen der Zentralbanken in diesem Jahr beigetragen. (21.11.2017/fc/a/m)