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Energieagenturen optimistisch für die Ölnachfrage


13.09.17 15:13
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Eigentlich haben die gestrigen Monatsberichte der OPEC und der US-Energiebehörde EIA positiv überrascht und sollten preisstützend wirken, berichten die Analysten der Commerzbank.

So habe die OPEC ihre Schätzungen für die globale Ölnachfrage für dieses Jahr um 50 Tsd. und für 2018 um weitere 70 Tsd. Barrel täglich erhöht. Gleichzeitig sei die Schätzung für die Nicht-OPEC-Produktion um 100 Tsd. Barrel täglich nach unten revidiert worden. Dies bedeute, dass der Bedarf an OPEC-Öl im nächsten Jahr auf 32,83 Mio. Barrel täglich steigen werde, 410 Tsd. Barrel mehr als noch im Vormonat geschätzt. Dies entspreche nahezu der August-Produktion der OPEC, die laut Sekundärquellen bei 32,76 Mio. Barrel täglich gelegen habe. Das bedeute allerdings auch, dass die OPEC ihre Produktion nicht steigern dürfe, um das Gleichgewicht auf dem Ölmarkt sicherzustellen. Doch damit sei kaum zu rechnen.

Libyen dürfte 2018 ein höheres Produktionsziel von über 1 Mio. Barrel täglich anpeilen, Nigeria habe bereits mitgeteilt, keine Produktionskürzungen vorzunehmen. Auch Russland habe sich noch nicht auf die Beibehaltung der Produktionskürzungen festgelegt. Doch auch wenn man die OPEC-Strategie noch nicht als Erfolg verbuchen dürfe, scheine sich das Wachstum der US-Ölproduktion allmählich zu verlangsamen. So erwarte die EIA 2018 zwar im Durchschnitt eine Rekordproduktion von 9,84 Mio. Barrel täglich, doch seien dies 70 Tsd. Barrel pro Tag weniger als noch vor einem Monat geschätzt. Auch für dieses Jahr habe die EIA ihre US-Ölproduktionsprognose um 100 Tsd. Barrel täglich nach unten revidiert. Im heutigen Lagerbericht seien daher auch die aktuellen Produktionsdaten von Bedeutung. (13.09.2017/fc/a/m)