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Energie: Hurrikans wirbeln den Ölmarkt durcheinander


06.09.17 13:04
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach (Hurrikan) Harvey ist vor Irma, so die Analysten der Commerzbank.

Dieser Hurrikan der höchsten Stufe 5 sei wohl einer der stärksten der vergangenen Jahrzehnte und dürfte in einigen Tagen den Golf von Mexiko erreichen. Sollte er die dortigen Produktionsanlagen für Rohöl und Erdgas gefährden, die sich noch nicht vollständig von Harvey erholt hätten, dürfte es weitere Verzerrungen im Ölhandel geben. Und nach Irma gewinne ein weiterer Tropensturm im Atlantik, Jose, an Kraft.

Die Ölmarktteilnehmer hätten sich in den letzten Jahren daran gewöhnt, dass die Tropenstürme keine bleibenden Schäden an der Energieinfrastruktur hinterlassen hätten. Dies könne sich nun ändern, wobei der Markt eine gewisse Unsicherheitsprämie einpreisen könnte. Ohnehin hätten viele Marktteilnehmer den jüngsten Preisrückgang bei WTI als überzogen angesehen. Wohl deshalb sei der WTI-Preis gestern um 3% auf fast 49 USD je Barrel gestiegen. Dazu hätten neben Irma ein schwächerer US-Dollar, eine schnelle Wiederinbetriebnahme der US-Raffinerien und Gespräche zwischen Russland und Saudi-Arabien über eine Verlängerung der Produktionskürzungen beigetragen.

Das russische Energieministerium habe zugleich sein Bekenntnis zum Abkommen mit der OPEC bekräftigt und eine Übererfüllung der Produktionskürzung im August um rund 50 Tsd. Barrel täglich vermeldet. Die starke Kooperation der wichtigsten Ölproduzenten bei der Bekämpfung der "Ölschwemme" schüre Hoffnungen der Marktteilnehmer auf einen raschen Abbau der Lagerbestände und unterstütze den Preisanstieg. (06.09.2017/fc/a/m)