Erweiterte Funktionen

Energie: EIA senkt Schätzung für US-Ölproduktion


12.07.17 15:56
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Ölpreise sind seit gestern Abend deutlich gestiegen, so die Analysten der Commerzbank.

Brent handele am Morgen bei 48,3 USD je Barrel, WTI bei knapp 46 USD je Barrel. Das sei jeweils 2 USD mehr als das gestrige Tagestief. Auslöser sei ein überraschend kräftiger Rückgang der US-Rohöllagerbestände um 8,1 Mio. Barrel in der letzten Woche gewesen, den das API gestern nach Handelsschluss berichtet habe. Zudem habe die US-Energiebehörde EIA in ihrem am Abend veröffentlichten Monatsbericht die Prognose für die US-Ölproduktion im nächsten Jahr etwas nach unten revidiert. Diese solle nun nur noch um 570 Tsd. auf durchschnittlich 9,9 Mio. Barrel pro Tag steigen (bislang +680 Tsd. auf 10,01 Mio. Barrel pro Tag).

Die EIA habe als Grund für die Abwärtsrevision die niedrigeren Ölpreise genannt. Dennoch würde das für 2018 prognostizierte Produktionsniveau noch immer einem Rekordwert entsprechen. Die EIA-Schätzung für das laufende Jahr sei dagegen nahezu unverändert geblieben. Hier liege das erwartete Produktionswachstum weiterhin bei 460 Tsd. Barrel pro Tag. Durch das geringere Plus bei der US-Ölproduktion dürfte der OPEC der Ausstieg aus den Produktionskürzungen im nächsten Jahr etwas erleichtert werden.

In ihrem Juni-Monatsbericht sei die Internationale Energieagentur IEA davon ausgegangen, dass das Nicht-OPEC-Angebot 2018 dank einer massiv steigenden US-Ölproduktion stärker zunehme als die globale Ölnachfrage. Neue IEA-Schätzungen gebe es dazu morgen. Heute Mittag veröffentliche die OPEC ihren Monatsbericht. Bereits gestern sei durchgesickert, dass Saudi-Arabien im Juni eine etwas höhere Ölproduktion an die OPEC gemeldet habe als laut Kürzungsabkommen vorgesehen sei. (12.07.2017/fc/a/m)