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Eisenerzpreis deutlich unter Druck


09.10.17 14:15
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach der Feiertagswoche sind die chinesischen Händler heute wieder an die Märkte zurückgekehrt, so die Analysten der Commerzbank.

Die Metallpreise an der SHFE in Shanghai würden daher einen Teil der Preisanstiege der letzten Woche an der LME in London nachholen. So steige zum Beispiel der meistgehandelte Zinkkontrakt um 3,5%, für Nickel gehe es um gut 3% nach oben. An der LME zeige sich zum Wochenauftakt ein gemischtes Bild. Während Zink, Nickel und Zinn etwas zulegen würden, seien Aluminium, Kupfer und Blei weitgehend unverändert. Stark nach unten gehe es für Eisenerz. In Singapur falle der nächstfällige Futures-Kontrakt um fast 4% auf ein 3-Monatstief von 60,5 USD je Tonne.

Über den australischen Hafen von Port Hedland seien im September gemäß Daten des Hafenbetreibers 43,4 Mio. Tonnen Eisenerz verschifft worden, 3,7% mehr als im Vorjahr und auch etwas mehr als im Vormonat. Zugleich sei dies die drittgrößte Menge Eisenerz gewesen, die innerhalb eines Monats in Port Hedland verladen worden sei. 85% der Gesamtmenge sei nach China verschifft worden. Dies zeige zum einen das reichliche und auch neu hinzukommende Angebot in Australien. Denn dort sei vor kurzem die "Roy Hill"-Mine in Betrieb genommen worden, deren Eisenerz über den Hafen von Port Hedland verschifft werde. Zum anderen spiegele dies die noch hohe Nachfrage Chinas nach Eisenerz wider, da dort nach wie vor rekordhohe Mengen Stahl produziert würden. Die Nachfrage könnte sich aber spürbar abkühlen, sollte in China die Stahlproduktion während der Wintermonate gedrosselt werden. (09.10.2017/fc/a/m)