Edelmetalle zeigen sich im September wenig verändert


06.10.17 08:54
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.fondscheck.de) - Die Edelmetalle zeigen sich im September wenig verändert, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Der Ende August eingeschlagene Aufwärtstrend bleibe intakt. Ausgelöst werde der aktuelle Kursanstieg der Edelmetalle durch das schwindende Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem. Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-"Währungen" schwinde, würden Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe ausweichen. Dabei sei seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten. Mal stünden die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Bei Immobilien sei dagegen eher ein langfristiger Aufwärtstrend mit geringeren Schwankungen zu beobachten.

Nachdem Aktien in den letzten Jahren stark hätten zulegen können und Gold nach der langen Aufwärtsbewegung zwischen 2001 und 2011 konsolidiert habe, zeichne sich aktuell wieder ein Wechsel in der Beliebtheit der Sektoren ab. Ein weiterer Anstieg der Minenaktien um 5% würde ein neues Kaufsignal auf Basis eines 12-Monatshochs und ein Anstieg der Minenaktien um 25% ein Kaufsignal auf 3-Jahresbasis auslösen. Zu beachten sei auch der Silberpreis. Sollte Silber in den nächsten Wochen eine relative Stärke zum Goldpreis aufbauen, wäre dies eine weitere Bestätigung für eine neue Edelmetallhausse.

Die seit vielen Monaten vernachlässigten Edelmetallaktien würden teilweise ausgeprägte fundamentale Unterbewertungen zeigen, sodass sich derzeit gute Kaufmöglichkeiten ergeben würden. Längerfristig würden sich zu den Edelmetallmärkten nur wenige Anlagealternativen bieten.

Die Stabilitas Fonds würden im September konsolidieren und Ende September eine vorsichtige relative Stärke auf den Goldpreis aufbauen.

Man solle zur aktuellen Marktlage auch den Vortrag auf der Edelmetallmesse in München vom 3. November 2016 beachten, der auf der Homepage frei verfügbar eingesehen werden könne (http://www.stabilitas-fonds.de/files/Vortrag%20Muenchen%202016.pdf). Die wichtigsten Aussagen finde man auf den Folien 29 bis 39.

Die Zinssignale aus den USA im Dezember 2015, im Dezember 2016 und im März 2017 würden sich entgegen der Meinung vieler Experten und Analysten positiv auf die Goldpreisentwicklung auswirken. Weitere Zinserhöhungen der Zentralbanken sollten diesen Trend im Jahresverlauf 2017 verfestigen. Steigende Zinsen hätten fallende Anleihekurse zur Folge. Anleihen aus Industrieländern mit negativer Verzinsung und Anleihen aus Schwellenländern würden bei steigenden Zinsen keine Käufer mehr finden und unter erheblichen Druck geraten. Da diese Anleihen durch die Zentralbanken aufgefangen werden müssten, würden auch das Geldmengenwachstum und die damit verbundene Liquidität der Märkte erhöht bleiben. Die von den Experten erwartete Flucht aus den Anleihen bei steigenden Zinsen werde wie zwischen 1977 und 1980 zu einem Boom bei Immobilien und bei den Edelmetallen sowie weitgehend stabilen Aktienmärkten führen. Erst sehr hohe und wieder fallende Zinsen wie nach 1980 seien eine Gefahr für die Edelmetalle.

Das Potenzial überdurchschnittlich hoher Kursgewinne bei den Edelmetallaktien bleibe hoch. Aus fundamentaler Sicht verfüge der Markt für Minenaktien für den Zeitraum 2016 bis 2020 über ein Gewinnpotenzial, das insgesamt dem Potenzial zwischen 1977 und 1980 entspreche. Davon sei seit Anfang 2016 nur ein erster kleiner Teil ausgeschöpft worden. (Ausgabe vom 05.10.2017) (06.10.2017/fc/a/m)