Edelmetalle: Verbales Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA lässt Goldpreis steigen


09.08.17 11:19
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ein festerer US-Dollar setzte gestern Nachmittag Gold zunächst unter Druck, sodass es auf gut 1.250 USD je Feinunze fiel, so die Analysten der Commerzbank.

Das zunehmende verbale Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA habe Gold über Nacht aber wieder auf rund 1.270 USD steigen lassen. Gold in Euro gerechnet verteuere sich auf knapp 1.080 EUR je Feinunze. Sollten die geopolitischen Spannungen weiter zunehmen - dies scheine nach den jüngsten Äußerungen beider Seiten wahrscheinlich -, dürfte Gold als sicherer Hafen gefragt sein.

Indien habe laut vorläufigen Daten des Finanzministeriums im Juli 53,4 Tonnen Gold importiert. Dies sei fast zweieinhalb Mal so viel wie im Vorjahr gewesen. Die Einfuhren hätten knapp 20 Tonnen unter dem Niveau vom Juni gelegen, womit die Auswirkungen der neuen Mehrwertsteuer nicht ganz so negativ ausgefallen seien wie befürchtet.

Im Fahrwasser der Industriemetalle hätten Platin und Palladium gestern zeitweise deutlich zugelegt. Platin sei auf ein 3,5-Monatshoch von knapp 980 USD je Feinunze gestiegen, Palladium habe wieder bei 900 USD je Feinunze gehandelt. Die Aufwärtsbewegung habe gestern Nachmittag abrupt geendet, als der Südafrikanische Rand deutlich abgewertet habe. Denn der südafrikanische Präsident Zuma habe wiederholt ein Misstrauensvotum im Parlament überstanden. Damit dürfte sich aber die Wirtschafts- und Fiskalpolitik des Landes nicht verbessern. Die schwächere Währung verringere die Produktionskosten der Platinminenproduzenten. (09.08.2017/fc/a/m)