Edelmetalle: Sprung der Anleiherenditen lastet auf Goldpreis


07.07.17 17:10
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis hat gestern keine Unterstützung durch den schwächeren US-Dollar und die fallenden Aktienmärkte bekommen, so die Analysten der Commerzbank.

Heute Morgen falle Gold zeitweise sogar wieder unter 1.220 USD je Feinunze. Gold in EUR falle unter 1.070 EUR je Feinunze und markiere damit ein neues 15-Monatstief. Der Goldpreis werde derzeit durch den sprunghaften Anstieg der Anleiherenditen in Schach gehalten, der die Opportunitätskosten von Gold erhöhe und Gold als Anlagealternative unattraktiver mache. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei gestern zeitweise auf 0,58% nach oben geschossen - der höchste Wert seit anderthalb Jahren -, die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei auf ein 2-Monatshoch von 2,39% gestiegen.

Es würden sich aber offenbar nicht alle Anleger aus dem Goldmarkt zurückziehen, denn die Gold-ETFs hätten gestern Zuflüsse von 1,7 Tonnen verzeichnet, was als positives Zeichen zu werten sei. Der Goldpreis könnte heute Nachmittag etwas Auftrieb bekommen, sollten die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für Juni enttäuschen. In der gestern veröffentlichten privaten Arbeitsmarktstatistik des ADP sei die Zahl der neu geschaffenen Stellen jedenfalls hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Unter Druck stünden zum Wochenausklang auch Silber und Platin. Silber notiere wieder unter der Marke von 16 USD je Feinunze, Platin habe im frühen Handel die Marke von 900 USD je Feinunze getestet. Dagegen erhole sich Palladium moderat von seinen zuvor erlittenen Verlusten. Gestern sei Palladium erneut der größte Verlierer unter den Edelmetallen gewesen. (07.07.2017/fc/a/m)