Edelmetalle: Schwacher US-Dollar führt zu Erholung des Goldpreises


12.07.17 16:07
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Unterstützt durch einen schwachen US-Dollar - dieser wertet gegenüber dem Euro auf ein 14-Monatstief ab - kommt es bei Gold seit gestern Nachmittag zu einer Erholungsbewegung, die den Preis heute Morgen bis auf 1.220 USD je Feinunze steigen lässt, so die Analysten der Commerzbank.

Gold in Euro gerechnet profitiere aufgrund der Währungsentwicklung jedoch nicht und handele bei gut 1.060 EUR je Feinunze. Der Aufwärtsbewegung könnte heute Abend aber die Luft ausgehen, je nachdem was die FED-Vorsitzende Yellen in ihrer halbjährlichen Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses zum Ausblick für die Geldpolitik sage. Im Fahrwasser von Gold würden die anderen Edelmetalle überproportional zulegen. Silber nehme wieder die Marke von 16 USD je Feinunze in Angriff. Platin koste wieder mehr als 900 USD je Feinunze, nachdem es gestern zwischenzeitlich noch auf ein 7-Monatstief gefallen sei. Palladium verteuere sich auf knapp 860 USD je Feinunze.

Indien habe gemäß vorläufigen Daten des Finanzministeriums im Juni 72 Tonnen Gold importiert, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Die indischen Goldhändler dürften Käufe vorgezogen haben, da zum 1. Juli in Indien eine Mehrwertsteuer auf Goldkäufe eingeführt worden sei. Thomson Reuters GFMS beziffere die indischen Goldimporte im Juni auf 75 Tonnen und im ersten Halbjahr auf über 500 Tonnen. Der Juni könnte der vorerst letzte Monat mit solch starken Goldimporten gewesen sein. Laut Einschätzung vieler Marktbeobachter dürften die Importe im zweiten Halbjahr deutlich niedriger ausfallen. Damit fehle dem Goldpreis vorerst eine wichtige Stütze. (12.07.2017/fc/a/m)