Edelmetalle: Plötzlicher Preisrutsch bei Gold am Freitagnachmittag


13.11.17 16:17
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Wenig verändert starten die Edelmetallpreise in die neue Handelswoche, so die Analysten der Commerzbank.

Gold handele bei knapp 1.280 USD je Feinunze, Silber koste 16,9 USD je Feinunze. Gold habe am Freitagnachmittag in einem Rutsch 10 USD verloren, da an der Comex in New York innerhalb von zehn Minuten fast 40 Tsd. Kontrakte (rund 4 Mio. Unzen bzw. gut 120 Tonnen) gehandelt worden seien. Möglicherweise habe der Anstieg der Anleiherenditen in den USA zu Verkäufen bei Gold geführt. Aufschluss hierüber könnten möglicherweise die CFTC-Daten am Freitag geben. Die ETF-Anleger hätten am Freitag allerdings 3,6 Tonnen Gold gekauft.

Diese Woche würden wohl Platin und Palladium im Mittelpunkt des Marktinteresses stehen. Denn morgen veröffentliche Johnson Matthey, der weltweit größte Verarbeiter von Platin und Palladium, seinen halbjährlichen Bericht zur Lage an diesen Märkten. Auch dürfte Johnson Matthey einen Blick in das nächste Jahr werfen.

Für 2017 dürfte Johnson Matthey morgen im Nachhinein eine Rechtfertigung für die unterschiedliche Preisentwicklung von Platin und Palladium liefern. Denn aufgrund der guten Absatzzahlen von Autos mit Benzinmotoren könnte das Angebotsdefizit am Palladiummarkt sehr hoch ausfallen. Dagegen dürfte der Platinmarkt in diesem Jahr überversorgt sein, da bei den Absätzen von Autos mit Dieselmotoren Flaute herrsche. Palladium handele zum Wochenauftakt bei rund 1.000 USD je Feinunze und sei damit etwa 70 USD teurer als Platin. (13.11.2017/fc/a/m)