Edelmetalle: Kaum noch Verkäufe von US-Gold- und Silbermünzen


05.07.17 17:28
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gold hat sich von seinem Mehrwochentief Anfang der Woche etwas erholt und handelte heute Morgen zeitweise bei knapp 1.230 USD je Feinunze, so die Analysten der Commerzbank.

Mit 1.080 EUR je Feinunze zeige sich Gold in Euro gerechnet ebenfalls leicht fester. Gestern habe Nordkorea Medienberichten zufolge eine Interkontinentalrakete getestet, was zu zunehmenden geopolitischen Spannungen in der Region führen könnte und wodurch die Verunsicherung unter den Marktteilnehmern gestiegen sei. Diese halte auch heute zunächst noch an und spiegele sich in einer etwas höheren Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen wider.

Silber sei gestern zeitweise auf ein 6-Monatstief von 16 USD je Feinunze gefallen und handele heute Morgen im Einklang mit Gold leicht höher. In den USA würden nach wie vor kaum Goldmünzen verkauft. Gemäß Daten der US-Münzanstalt seien im Juni nur 6 Tsd. Unzen abgesetzt worden. Dies sei nur ein Bruchteil des Vorjahres gewesen. In diesem Jahr hätten die Münzabsätze damit bislang in jedem Monat deutlich unter dem Vorjahresniveau gelegen. Im ersten Halbjahr hätten sich die Verkäufe von Goldmünzen auf 192,5 Tsd. Unzen summiert, was einem Minus von 62% im Vergleich zum Vorjahr entspreche.

Ein ähnliches Bild ergebe sich für Silber. Hier seien die Münzverkäufe im Juni erneut unter der Marke von 1 Mio. Unzen geblieben. Und im ersten Halbjahr hätten sie mit 12,2 Mio. Unzen 53% unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gelegen. Von dieser Seite würden die Gold- und Silberpreise derzeit also keine Unterstützung erhalten. Da helfe auch wenig, dass die Münzabsätze in Australien im letzten Monat robust ausgefallen seien. (05.07.2017/fc/a/m)