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EU-Rapsernte steigt, kanadische Ernte fällt gegenüber Vorjahr


05.09.17 14:43
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Seit Anfang Juli bewegt sich der Rapspreis in Paris unter Schwankungen rund um die Marke von 370 EUR je Tonne, so die Analysten der Commerzbank.

Vor einem Jahr sei der Preis von diesem Niveau bis in den Februar hinein auf über 420 EUR je Tonne gestiegen, danach aber kräftig abgesackt. Vor einem Jahr habe nicht zuletzt die schwache EU-Ernte für ein weiteres Defizit am globalen Rapsmarkt 2016/17 gesprochen und der Rapspreis habe sich für einige Zeit vom Sojabohnenpreis absetzen können. Nun sei die Ernte 2017/18 in der EU wieder deutlich besser - wenn auch nicht in Deutschland. Laut EU-Kommission betrage sie 21,9 Mio. Tonnen, nach 19,7 Mio. Tonnen im Vorjahr, und liege damit etwa auf dem Niveau von 2015/16. Strategie Grains zeige sich mit 21,7 Mio. Tonnen inzwischen etwas vorsichtiger.

Auch in Kanada sollte die Produktion 2017/18 eigentlich steigen: Das US-Landwirtschaftsministerium habe sie im August trotz leichter Abwärtsrevision noch immer auf 20,5 Mio. Tonnen, 2 Mio. Tonnen über 2016/17 geschätzt. Die kanadische Behörde StatsCan habe jüngst wegen enttäuschender Ertragsschätzungen nur 18,2 Mio. Tonnen prognostiziert. Gleichzeitig habe sie die Angabe für 2016/17 gegenüber der letzten Veröffentlichung deutlich auf 19,6 Mio. Tonnen angehoben. Daraus ergebe sich nun trotz einer größeren Fläche ein Rückgang gegenüber der letzten Ernte. Es sehe also so aus, als dürfte der globale Rapsmarkt nochmals deutlich ins Defizit rutschen. Dies dürfte den Preis unterstützen, doch sei das Potenzial für Preissteigerungen im Umfeld rekordhoher Sojabohnenernten begrenzt. (05.09.2017/fc/a/m)