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EU-Kommission erhöht Schätzung für EU-Weichweizenernte und sieht höhere EU-Exporte


06.10.17 12:17
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die negativen Nachrichten für den Weizenpreis in Paris reißen nicht ab, so die Analysten der Commerzbank.

Russland dürfte in diesem Jahr eine rekordhohe Erntemenge eingebracht haben und entsprechend viel exportieren. Doch auch in der EU sei das Weizenangebot reichlich. Gestern habe die EU-Kommission ihre Schätzung für die EU-Weichweizenernte 2017/18 um 1 Mio. auf 140,4 Mio. Tonnen nach oben revidiert. Das entspreche einem Anstieg um fast 7 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte sollten auf 27 Mio. Tonnen steigen. Sie lägen damit knapp 2 Mio. Tonnen über dem Vorjahresniveau.

Das private Analyseunternehmen Informa Economics habe seine Schätzung für die US-Mais- und Sojabohnenernte in diesem Jahr nach oben revidiert. Informa rechne nun bei Mais mit einer Erntemenge von 14,182 Mrd. Scheffel (bislang 14,115 Mrd. Scheffel). Die Sojabohnenernte solle sich auf 4,474 Mrd. Scheffel belaufen (bislang 4,470 Mrd. Scheffel). Bei Mais liege Informa mit seiner neuen Ernteschätzung in etwa gleichauf mit der des US-Landwirtschaftsministeriums (14,184 Mrd. Scheffel). Bei Sojabohnen sei Informa dagegen deutlich optimistischer als das USDA, das mit einer Erntemenge von 4,431 Mrd. Scheffel rechne. Bei den erwarteten Flächenerträgen liege Informa im Falle von Mais über der Annahme des USDA, im Falle von Sojabohnen in etwa gleichauf. Informa müsse daher bei Mais eine geringere Erntefläche und bei Sojabohnen eine höhere Erntefläche unterstellen als das USDA. (06.10.2017/fc/a/m)