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EUR/PLN: Türkische Devisenkrise als Belastungsfaktor


04.09.18 15:28
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Um festzustellen, ob sich die türkische Devisenkrise auf die Vermögenspreise auswirkt, berechnen wir den CoVaR zwischen USD/TRY (Türkische Lira) und USD/PLN (Polnischer Zloty), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Zu Beginn würden sie die Momente der Verteilung berechnen. Daraus sei ersichtlich, dass beide Währungspaare von 2011 bis 2018 eine negative mittlere Spotrendite aufweisen würden; allerdings liege die negative Rendite der Türkischen Lira mit Abstand höher als jene des Polnischen Zloty. Zusätzlich zu den obigen Ausführungen sei die negative Schiefe der Türkischen Lira erheblich. Anschließend hätten die Analysten der Raiffeisen Bank International AG historische VaRs der beiden Wechselkurse bei einem Konfidenzniveau von 99% berechnet, wobei das Ausmaß für beide Währungen ähnlich sei. Als weiteren Schritt würden sie den VaR des PLN-Wechselkurses unter der Voraussetzung berechnen, dass USD/TRY unter Druck stehe. Tatsächlich würden die Berechnungen einen signifikanten Unterschied zwischen dem VaR und dem CoVaR zeigen. Während die Analysten einen täglichen VaR von -2,02 % bei einem Konfidenzniveau von 99% für USD/PLN angesetzt hätten, betrage der CoVaR des Wechselkurses -2,62% bei demselben Konfidenzniveau. Damit würden sie feststellen, dass sich eine extreme Belastung in der Türkischen Lira auf andere CEE-Währungen signifikant auswirke. (04.09.2018/ac/a/m)