Chinas Sojabohnenimporte dürften 2017/18 weniger stark steigen als in den Vorjahren


06.11.17 15:18
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Unter dem Druck eines schwächeren Brasilianischen Real gab der US-Sojabohnenpreis am Freitag um 1,3% auf 987 US-Cents je Scheffel nach, so die Analysten der Commerzbank.

Damit habe sich der von reduzierten Ertragsschätzungen für die US-Ernte ausgelöste Preisanstieg der Vortage an die Marke von 1.000 US-Cents je Scheffel als nicht nachhaltig erwiesen. Es werde damit gerechnet, dass Brasilien in den kommenden Monaten noch deutlich mehr Sojabohnen aus seiner vergangenen Rekordernte exportieren werde als im Vorjahr und damit insbesondere den USA Konkurrenz mache. Die USA selbst würden gerade eine Rekordernte von geschätzten 120 Mio. Tonnen einbringen. Allerdings dürfte sich auch der weltweite Verbrauch an Sojabohnen weiterhin dynamisch entwickeln.

Laut US-Landwirtschaftsministerium USDA sei damit zu rechnen, dass wie in den Vorjahren auch 2017/18 die globale Nachfrage um rund 15 Mio. Tonnen auf dann rund 345 Mio. Tonnen steige. Allein die Hälfte dieses Zuwachses dürfte auf China entfallen, den mit Abstand größten Verbraucher. In China steige zwar die eigene Sojabohnenproduktion, aber auf niedrigem Niveau. China sei daher der größte Importeur, über 60% der gehandelten Ware gehe ins Reich der Mitte. Allerdings rechne das USDA damit, dass der Importzuwachs Chinas 2017/18 deutlich unter dem des Vorjahres bleiben werde. 2016/17 seien demnach in China die Lagerbestände - auch mit Hilfe hoher Importe - kräftig aufgestockt worden, 2017/18 sollten sie nun auf diesem Niveau stagnieren. (06.11.2017/fc/a/m)