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CO2-Preis springt auf 16-Monatshoch


07.09.17 15:14
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ein massiver Anstieg der US-Rohölbestände dürfte beim heutigen Wochenbericht des DOE wohl keinen überraschen, so die Analysten der Commerzbank.

Denn hiermit werde gerechnet - der Bloomberg-Konsens liegt bei 3,7 Mio. Barrel, der von Reuters sogar bei 4,7 Mio. Barrel. Das API habe gestern bereits einen Anstieg um 2,8 Mio. Barrel berichtet. Denn diese ansonsten vielbeachteten Zahlen seien in den kommenden Wochen wohl wenig aussagekräftig und zuverlässig. In Folge der Raffinerieschließungen wegen des Hurrikans Harvey dürften zwar die Lagerbestände für Rohöl massiv steigen und die für Benzin und Ölprodukte allgemein sinken. Ein langfristiger Effekt dürfte aber ausbleiben. Außerdem sei der Einfluss der Importe auf die Statistik nur schwer prognostizierbar, weil viele Transporte zuletzt hätten nicht gelöscht werden können und wiederum einige Tanker mit Ölprodukten in die USA umgelenkt worden seien. So stünden den Marktteilnehmern zunächst noch weniger kurzfristige Daten als sonst zur Verfügung, um sich ein Bild über die aktuelle Angebots-/Nachfragesituation zu machen.

Der CO2-Preis sei gestern auf ein 16-Monatshoch von 6,9 Euro je Tonne gesprungen. Die gute EU-Konjunktur gebe zwar fundamentalen Rückenwind und die Reformen für die 4. Handelsperiode, zu denen die Verhandlungen nächste Woche wieder aufgenommen würden, würden langfristig höhere Preise erwarten lassen. Die Sommerrally - seit Mitte Mai habe der Preis mehr als 50% zugelegt - sei aber angesichts des vorerst wieder hohen Auktionsangebots überhitzt: Es dürfte wie schon so oft im Emissionshandel eine heftige Korrektur folgen. (07.09.2017/fc/a/m)