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Brentöl: Vorischt - Unverhofft kommt oft!


07.08.17 10:46
BNP Paribas

Paris (www.fondscheck.de) - Brent hat während der vergangenen Monate zahlreiche Trader angelockt: Ein klarer Abwärtstrend, immer wieder unterbrochen von dynamischen Gegenbewegungen - eine solche Konstellation eignet sich optimal für kurzfristig orientierte Investoren, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Doch zeige der Kursverlauf von Rohöl auch, wie komplex die Marktsituation rund um das "schwarze Gold" geworden sei.

Die OPEC-übergreifende Vereinbarung zur Förderkürzung habe über Monate nichts gegen den Negativ-Trend bei Brent ausrichten können. Zu voll seien die Lager insbesondere in den USA gewesen. Doch vor einigen Wochen habe sich das Blatt gewendet: Unter den Erwartungen liegende Lagerbestände in den USA, Förderkürzungen seitens Saudi-Arabien und nicht zuletzt drohende Sanktionen gegen Venezuela hätten für eine schwunghafte Erholung des Ölpreises gesorgt. Doch eine Schwalbe mache noch keinen Sommer!

Beim Blick auf den Kursverlauf zeige sich, dass der Abwärtstrend bei Brent noch immer intakt sei. Engagements auf der Long-Seite würden sich wohl erst oberhalb von Kursen von 55 US-Dollar je Barrel anbieten. Bis dahin sollten Investoren vorzugsweise kurzfristige Engagements suchen und sich neben charttechnischen Gegebenheiten an der Marktstimmung orientieren. Diese sei während der letzten Monate sehr wechselhaft gewesen. Zudem sollten Anleger beachten, dass die atlantische Hurrikan-Saison noch bis Ende November dauere und traditionell dazu geeignet sei, auch die Ölpreise durcheinander zu wirbeln. Zwar deute seit den abnehmenden Lagerbeständen in den USA fundamental gesehen vieles auf steigende Ölpreise hin, doch sollten sich Anleger nicht zu sicher sein. (Ausgabe vom 04.08.2017) (07.08.2017/fc/a/m)