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Blei- und Zinkmärkte in den ersten drei Quartalen unterversorgt


21.11.17 11:07
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Daten der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) zufolge waren die globalen Blei- und Zinkmärkte in den ersten drei Quartalen des Jahres klar unterversorgt, so die Analysten der Commerzbank.

Demnach habe bei Blei ein Angebotsdefizit von 142 Tsd. Tonnen (Vorjahr Überschuss von 41 Tsd. Tonnen) und bei Zink von 348 Tsd. Tonnen (Vorjahr Defizit von 219 Tsd. Tonnen) bestanden. Im Falle von Blei habe das Nachfragewachstum von fast 7% die Angebotsausweitung (+4,6%) überkompensiert. Im Falle von Zink habe einer moderaten Zunahme der Nachfrage ein leicht rückläufiges Angebot gegenübergestanden. Der Bericht der ILZSG habe kaum Auswirkungen auf die Preise gehabt, da der Branchenverband erst vor drei Wochen seine Erwartungen zu den Aussichten an den Blei- und Zinkmärkten aktualisiert habe. Für beide Märkte erwarte die ILZSG in diesem Jahr hohe Angebotsdefizite, die sich 2018 in etwa halbieren sollten.

Die globale Aluminiumproduktion sei gemäß Daten des International Aluminium Institute (IAI) im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 3,5% auf 4,96 Mio. Tonnen gefallen. Auf Tagesbasis sei die geringste Menge Aluminium seit Februar 2016 produziert worden. Während die Produktion außerhalb Chinas konstant geblieben sei, sei sie in China um 6,6% gefallen. Die Daten zur chinesischen Aluminiumproduktion seien bereits vorab bekannt gewesen. Der Aluminiumpreis verliere heute Morgen vor allem an der SHFE in Shanghai weiter an Boden. Erstmals seit 3,5 Monaten notiere er wieder unter 15.000 CNY je Tonne. (21.11.2017/fc/a/m)