Anleger sollten Gold gerade jetzt nicht abschreiben


14.07.17 16:29
BNP Paribas

Paris (www.fondscheck.de) - Auf den ersten Blick spricht derzeit nicht viel für einen anziehenden Goldpreis - trotz der bereits kräftigen Korrektur in den vergangenen Wochen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Seit Anfang Juni habe der Preis des begehrten Edelmetalls immerhin um rund 6 Prozent nachgegeben.

Die halbjährliche Anhörung von FED-Chefin Janet Yellen dürfte den Goldpreis jedenfalls nicht beflügelt haben, halte Yellen doch an ihrem bisherigen Kurs, den moderaten Zinserhöhungspfad weitergehen zu wollen, fest. Auch die zuletzt gestiegenen Renditen deutscher und US-amerikanischer Staatsanleihen würden keine Gold-Rally erwarten lassen. Grund: Je höher die Renditen vermeintlich sicherer Anlagen, desto geringer sei das Interesse am zinslosen Gold.

Aus charttechnischer Sicht spreche ebenfalls weniger dafür, dass der Goldkurs kräftig an Wert zulegen könnte. Würden die Bullen den Goldpreis hingegen wieder über die Marke von 1.230 Dollar hieven, wäre hingegen noch durchaus Luft nach oben. Dass Gold wieder an Glanz gewinne, sollten Anleger daher zumindest nicht ausschließen, notiere der Kurs aktuell doch nur knapp unterhalb dieser Marke.

Die aktuell gute Stimmung am Aktienmarkt stütze den Goldpreis ebenfalls nicht. Doch genau diese Hochstimmung könnte sich für Goldfans als Segen erweisen. Denn ein Blick in die Vergangenheit zeige auch, dass Aktienmärkte gerade in Phasen einer äußerst ausgeprägten Sorglosigkeit wie derzeit extrem anfällig für kräftige Korrekturen seien. Sollte es zu einer solchen Korrektur kommen, dürfte Gold als sicherer Hafen sicherlich einer der Hauptprofiteure sein. (14.07.2017/fc/a/m)





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