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Aluminiumpreise zünden sämtliche Raketen, Preisanstieg übertrieben


09.08.17 11:32
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Aluminium ist gestern erstmals seit Ende 2014 wieder über die Marke von 2.000 USD je Tonne gestiegen, so die Analysten der Commerzbank.

Heute Morgen setze sich der Preisanstieg auf gut 2.030 USD fort. An der SHFE in Shanghai steige Aluminium um weitere 5%. Seit Jahresbeginn habe sich Aluminium damit an der SHFE um 27% verteuert, an der LME stehe ein Plus von 20% zu Buche. Anlass sei gestern eine Meldung von Bloomberg gewesen, wonach die Behörden in der chinesischen Provinz Shandong die Schließung von illegalen Produktionskapazitäten im Umfang von 3,21 Mio. Tonnen p.a. angeordnet hätten. Shandong sei die größte Aluminium produzierende Provinz in China. Die Anordnung sei demnach auf der Internetseite der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission dieser Provinz erschienen und datiere vom 24. Juli. Die Stilllegungen sollten auch bereits zu Ende Juli umgesetzt worden sein.

Die Analysten würden die Meldung so verstehen, dass in den angeordneten Schließungen Produktionskapazitäten von über 2 Mio. Tonnen p.a. der China Hongqiao Group enthalten seien, die laut Unternehmensangaben durch neue Produktionsstätten im selben Umfang ersetzt würden. Ebenso sei bereits bekannt gewesen, dass die Xinfa Group Produktionskapazitäten von rund 530 Tsd. Tonnen p.a. stilllegen müsse und dies auch getan habe. Zudem hätten per Ende 2016 laut Angaben des staatlichen Research-Instituts Antaike Überkapazitäten von über 11 Mio. Tonnen bestanden. Der erneute Preisanstieg sei nach Erachten der Analysten daher übertrieben und nicht zu rechtfertigen. Die Analysten würden nach wie vor eine deutliche Preiskorrektur erwarten. (09.08.2017/fc/a/m)