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Aluminiumpreis steigt nach weiteren Meldungen über Produktionskürzungen in China


02.08.17 14:35
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aluminiumpreis an der SHFE in Shanghai steigt heute um über 2% auf 14.800 CNY (Chinesischer Renminbi Yuan) je Tonne und zieht damit den Preis an der LME in London mit nach oben, so die Analysten der Commerzbank.

Dort verteuere sich Aluminium um gut 1% auf rund 1.930 USD je Tonne. Im Markt würden weiterhin Gerüchte kursieren, dass der größte chinesische Aluminiumhersteller, China Hongqiao Group, seine Produktion stark drosseln werde. Daneben würden die Preise offenbar noch auf Nachrichten aus China von gestern reagieren. Die Lokalregierung der Provinz Shandong, die größte Aluminium produzierende Region des Landes, habe gestern mitgeteilt, dass der Aluminiumproduzent Xinfa Group als Ergebnis behördlicher Überprüfungen Produktionskapazitäten im Umfang von rund 530 Tsd. Tonnen p.a. stillgelegt habe. Hierbei solle es sich um illegale Produktionsstätten handeln. Marktbeobachter hätten im Vorfeld allerdings mit noch höheren Kapazitätsschließungen gerechnet.

Bereits am Wochenende habe die Lokalregierung angeordnet, dass während der Heizsaison im Winter vom 15. November bis zum 15. März die Aluminiumhersteller in der Provinz ihre Produktion um 30% drosseln müssten, um die erwartete Luftverschmutzung einzudämmen. Produktionsstätten, die nicht vorgegebene Emissionsstandards erfüllen würden, sollten während dieser Zeit sogar ganz geschlossen werden. Damit setze die Lokalregierung eine entsprechende Vorgabe der Zentralregierung in Peking um. (02.08.2017/fc/a/m)