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Aluminiumpreis springt nach Meldungen über angebliche Produktionskürzungen in China nach oben


14.07.17 16:59
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aluminiumpreis ist gestern Morgen innerhalb einer Stunde um 2,5% nach oben gesprungen, so die Analysten der Commerzbank.

Auslöser sei eine Meldung des chinesischen Internetportals "Mymetal.net" gewesen, das anscheinend zum Informationsanbieter "Mysteel" gehöre, wonach in China die Aluminiumproduktion deutlich gedrosselt werden solle. Konkret habe es geheißen, dass die China Hongqiao Group, Chinas größter Aluminiumhersteller, im Rahmen staatlicher Anordnungen Produktionskapazitäten von 600 Tsd. Tonnen p.a. vorübergehend schließen werde. Vor wenigen Wochen habe das Unternehmen bekannt gegeben, veraltete Produktionskapazitäten im Umfang von 250 Tsd. Tonnen p.a. stilllegen zu wollen. Am späten Vormittag habe das Unternehmen selbst eine Meldung herausgegeben, wonach die Schließung veralteter Anlagen durch die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten ausgeglichen werden solle. Eine Entscheidung über den Umfang der Stilllegungen sei noch nicht getroffen. Der Aluminiumpreis habe daraufhin allerdings nur einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben.

Während in China die Produktion gedrosselt werden könnte, werde sie andernorts ausgeweitet. So solle zum Beispiel in den USA im nächsten Jahr eine im Frühjahr 2016 wegen der damals niedrigen Preise stillgelegte Schmelze mit einer Kapazität von gut 160 Tsd. Tonnen p.a. wieder in Betrieb genommen werden. Neben umfangreichen Erweiterungen im Nahen Osten solle auch in Russland eine Schmelze nach jahrelangem Baustopp bis 2020 fertiggestellt werden (430 Tsd. Tonnen p.a.). (14.07.2017/fc/a/m)