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Aluminiumpreis nach Gerüchten über Aufweichen von Produktionskürzungen in China unter Druck


20.11.17 13:18
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gute Daten zum US-Immobilienmarkt - die Neubaubeginne sind im Oktober auf das höchste Niveau seit einem Jahr gestiegen - haben die Metalle am Freitag unterstützt, so die Analysten der Commerzbank.

Zum Preisanstieg habe auch der schwächere US-Dollar beigetragen. Zum Wochenauftakt seien die Metalle zumeist im Minus. Aluminium falle um etwa 1% unter 2.100 USD je Tonne. An der SHFE in Shanghai rutsche der meistgehandelte Aluminium-Future (Fälligkeit Januar) sogar auf ein 3,5-Monatstief ab. Aus China gebe es Nachrichten, wonach der größte Aluminiumproduzent des Landes, China Hongqiao Group, während der Wintermonate die Produktion weniger stark kürze als erwartet oder sogar ganz von den Kürzungen ausgenommen sei. Es werde gemutmaßt, dass daher auch andere chinesische Aluminiumhersteller die von den Behörden angeordneten Produktionskürzungen nicht komplett umsetzen würden. Der Markt bleibe daher nach Erachten der Analysten gut versorgt. Dies spiegele sich auch in den Aluminiumbeständen in China wider. In den Lagerhäusern der SHFE seien die Aluminiumvorräte in der letzten Woche auf ein Rekordhoch von fast 700 Tsd. Tonnen gestiegen. Sie hätten sich in diesem Jahr bislang versiebenfacht.

Auf den Philippinen werde das Verbot des Tagebaus vorerst wohl beibehalten. Präsident Rodrigo Duterte überstimme anscheinend eine Regierungskommission, die die Aufhebung des Verbots empfohlen habe. Allerdings hätten politische Entscheidungen auf den Philippinen in den letzten Monaten kurze Beine. Der Nickelpreis reagiere heute Morgen kaum darauf. (20.11.2017/fc/a/m)