Agrarrohstoffe: Weitere Verschlechterung des Zustands von US-Sommerweizen


06.07.17 16:24
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Zustand des Sommerweizens in den USA hat sich in der letzten Berichtswoche weiter verschlechtert, so die Analysten der Commerzbank.

Das USDA beziffere in seinem gestern veröffentlichten Wochenbericht zum Pflanzenzustand und zur Pflanzenentwicklung den Anteil der Sommerweizenpflanzen in sehr guter bzw. guter Qualität nur noch auf 37%. Dies bedeute einen Rückgang um drei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. Vor einem Jahr habe der entsprechende Wert bei 72% gelegen. Bei Mais habe sich der Anteil der mit gut bzw. sehr gut eingestuften Pflanzen dagegen leicht auf 68% erhöht, was aber noch immer sieben Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres liege.

Bei Sojabohnen sei es zu einer leichten Verschlechterung auf 64% gekommen. Im Vorjahr habe der entsprechende Wert bei 70% gelegen. Bei Mais habe inzwischen die kritische Bestäubungsphase begonnen. In dieser Phase würden sich aktuell 10% der Maispflanzen befinden. Im Falle von Regenmangel und zu hohen Temperaturen würden empfindliche Ertragseinbußen drohen. Diese Gefahr bestehe aktuell nur in den nördlichen Anbaugebieten, wo die Pflanzenentwicklung allerdings noch nicht so weit sei.

Anders sehe es hingegen bei Sommerweizen aus, wo sich 59% der Pflanzen in der Ährenausbildung befinden würden. Während dieser Zeit bestehe ein besonders hoher Wasserbedarf, doch daran mangele es gerade und die Wetterprognosen würden auch für die kommenden Tage hohe Temperaturen und Trockenheit erwarten lassen. Eine weitere Verschlechterung des Pflanzenzustands sei daher nicht auszuschließen. (06.07.2017/fc/a/m)