Agrarrohstoffe: Verschiebungen bei den US-Anbauflächen von Mais und Sojabohnen in der Saison 2018/19 möglich


08.09.17 17:01
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach der Aussaat ist vor der Aussaat: Nach diesem Motto werden bereits jetzt erste Schätzungen zu den Flächen für die Saison 2018/19 veröffentlicht, so die Analysten der Commerzbank.

In den USA seien Sojabohnen und Mais noch nicht vom Feld, doch habe das Farm Futures Magazine die Farmer bereits Ende Juli zu ihren Anbauplänen für 2018/19 befragt. Demnach wollten sie ihre Maisfläche, die sie zuletzt eingeschränkt hätten, wieder moderat ausdehnen und so in etwa die Hälfte des Rückgangs aus dem Vorjahr wettmachen. Umgekehrt könnte die in diesem Jahr kräftige Ausdehnung der Sojabohnenfläche etwa zur Hälfte rückgängig gemacht werden.

Tatsächlich habe sich das Preisverhältnis zwischen Sojabohnen und Mais in den letzten zwölf Monaten zu Ungunsten von Sojabohnen entwickelt. Es liege nun wieder etwa im "neutralen" Bereich, bei dem keine der beiden Früchte eindeutig die Nase vorn habe. Es handele sich aber nur um eine Momentaufnahme. Da die Entscheidung noch einige Monate Zeit habe, seien hier noch deutliche Verschiebungen denkbar. Für Weizen - hier stehe bei Winterweizen diese Entscheidung bereits jetzt an - solle nach dem Absinken auf die geringste Fläche seit hundert Jahren für 2017/18 wieder etwas mehr Fläche vorgesehen werden. Auch in Russland würden die Winterfrüchte gerade ausgesät. Das Landwirtschaftsministerium erwarte laut der Interessengemeinschaft Getreideunion eine marginale weitere Ausdehnung der Fläche. In Russland sei gerade eine Rekordernte an Weizen eingebracht worden, der für etwa 85% der Winterfrüchte stehe. (08.09.2017/fc/a/m)