Agrarrohstoffe: USDA überrascht mit Anhebung der Prognosen für die US-Mais- und Baumwollernten


13.09.17 15:46
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das US-Landwirtschaftsministerium USDA überraschte den Markt gestern mit einer Anhebung seiner Prognosen für die US-Mais- und Baumwollernten 2017/18, so die Analysten der Commerzbank.

Im Vorfeld der Veröffentlichung sei mit einer Senkung der erwarteten US-Maiserträge gerechnet worden. Tatsächlich aber habe das USDA die Ertragsschätzung marginal angehoben. Dieser Effekt überkompensiere die niedrigeren Anfangsbestände, sodass die US-Endbestände nun etwa auf Vorjahresniveau stagnieren würden, statt wie bisher prognostiziert zu sinken. Weltweit allerdings bleibe es bei einem drastischen Bestandsabbau. Allerdings werde das Defizit jetzt mit 24,5 Mio. Tonnen 3 Mio. Tonnen geringer als zuvor geschätzt, weil die globale Nachfrage etwas niedriger angesetzt werde.

Der Maispreis habe gestern mit einem Minus von 1,7% bei 352 US-Cents je Scheffel geschlossen. Bei Baumwolle habe der Preis sogar um das Tageslimit von 3 US-Cents auf 69,1 US-Cents je Pfund nachgegeben (-4,2%). Denn während der Markt durch die Hurrikans Harvey und Irma und deren möglichen Folgen für die US-Baumwollproduktion 2017/18 verunsichert gewesen sei, habe das USDA die Produktionsprognose flächen- und ertragsbedingt um fast 6% angehoben. Gegenüber dem Vorjahr solle das Ernteplus nun stolze 27% betragen. Allerdings weise das USDA darauf hin, dass die Sturmfolgen erst bei besserer Informationslage berücksichtigt würden. Bei Weizen würden die globalen Endbestände niedriger als bisher, aber weiter rekordhoch angesetzt. Dies sei Folge geringerer Anfangsbestände, vor allem in Australien. (13.09.2017/fc/a/m)