Agrarrohstoffe: Reichliches globales Angebot setzt Weizenpreise unter Druck


10.10.17 14:34
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Weizenpreis an der CBOT ist gestern um 1,7% auf ein 4-Wochentief von 436 US-Cents je Scheffel gefallen, so die Analysten der Commerzbank.

Preisbelastend wirke weiterhin das reichliche globale Angebot, insbesondere die hohen Ernten aus der Schwarzmeerregion. Um mit diesem Angebot zu konkurrieren, seien niedrigere Preise notwendig. Aus diesem Grund stehe auch der EU-Weizenpreis an der Euronext in Paris unter Druck.

Zudem hätten sich die Wetterbedingungen in den Winterweizenanbaugebieten im Mittleren Westen der USA verbessert, was die derzeit laufende Aussaat erleichtere. Das für Winterweizen vorteilhafte Wetter erschwere dagegen die Erntearbeiten bei Mais und Sojabohnen. Die Preise der beiden Agrarrohstoffe hätten sich zwar dem Abwärtssog von Weizen gestern nicht vollends entziehen können, aber deutlich weniger nachgegeben. Bei Sojabohnen komme als zusätzlicher preisunterstützender Faktor die anhaltende Trockenheit in einigen brasilianischen Anbaugebieten hinzu, die die dortige Aussaat behindere.

Aufgrund des gestrigen US-Feiertages veröffentliche das US-Landwirtschaftsministerium USDA die wöchentlichen Daten zum Pflanzenzustand und Erntefortschritt in den USA erst heute. Am Donnerstag stehe dann der USDA-Monatsbericht mit neuen Ernte- und Lagerbestandsschätzungen für die USA und weltweit im Kalender. Dort könnte es laut einer Reuters-Umfrage zu einer Aufwärtsrevision der Ertrags- und Ernteschätzungen für Mais und Sojabohnen in den USA kommen. (10.10.2017/fc/a/m)