Agrarrohstoffe: Nochmalige Aufwärtsrevision der Schätzungen für die Weizenproduktion und -exporte Russlands


13.11.17 16:37
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Auch Monate nach der Ernte ist der Reigen der Aufwärtsrevisionen der russischen Weizenernte 2017/18 noch nicht beendet, so die Analysten der Commerzbank.

Das US-Landwirtschaftsministerium USDA habe seine Angabe im jüngsten Monatsbericht nochmals um 1 Mio. Tonnen auf 83 Mio. Tonnen erhöht. Auch die Weizenexporte Russlands würden nun nochmals mit 33 Mio. Tonnen etwas höher angesetzt. Dies wären 19% mehr als 2016/17. Tatsächlich würden die bisherigen Daten zeigen, dass Russland kumuliert seit Saisonbeginn im Juli 20% mehr Ware verschifft habe als im Vorjahreszeitraum. Auch für die USA sei die Exportmenge angehoben worden, was das USDA explizit damit begründe, dass zuletzt auch der Irak US-Ware nachgefragt habe. Die globale Bilanz habe das USDA jedoch nur geringfügig geändert und rechne mit einem Überschuss von knapp 12 Mio. Tonnen.

Eine große Änderung bei der erwarteten Marktbilanz habe es dagegen bei Mais gegeben: Weitgehend bestimmt durch die starke Aufwärtsrevision bei der US-Ernte habe das USDA seine Prognose für das Marktdefizit von zuletzt 26 Mio. Tonnen auf jetzt 22,7 Mio. Tonnen gesenkt. Bei Sojabohnen sei es dagegen eine etwas höhere Ernteschätzung für Brasilien, die sich in einer um 1 Mio. Tonnen auf 4,5 Mio. Tonnen erhöhten Überschussprognose niederschlage. Trotz zuletzt enttäuschender chinesischer Importzahlen - die allerdings durch Lieferverzögerungen in Zusammenhang mit Hurrikan Harvey verzerrt gewesen seien - habe das USDA seine Importprognose 2017/18 für China von 95 auf 97 Mio. Tonnen erhöht. (13.11.2017/fc/a/m)