Agrarrohstoffe: Leichte Gegenbewegung bei Weizen und Sojabohnen nach starken Verlusten in der Vorwoche


07.08.17 17:01
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Notierungen für Weizen und Sojabohnen legen zum Auftakt in die neue Handelswoche zwar um knapp ein Prozent zu. Doch nach der deutlichen Abwärtsbewegung der vergangenen Woche ist dies nicht mehr als eine leichte Gegenbewegung, so die Analysten der Commerzbank.

Am Freitag habe der Preis für Weizen an der CBOT so tief wie zuletzt Mitte Juni geschlossen, bei Sojabohnen auf dem niedrigsten Niveau seit Ende Juni. Der Maispreis habe sich dem weitgehend entzogen und sei in den letzten Tagen sogar leicht gestiegen. Der Markt warte auf die neuen Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums, die am Donnerstag veröffentlicht würden. Bei den Prognosen zu den Maiserträgen würden nun erste Daten aus Feldproben einbezogen. Private Marktbeobachter hätten hier deutliche Abschläge vorgenommen, sodass auch beim USDA mit einer Abwärtsrevision zu rechnen sei.

Der Weizenpreis in Paris habe am Freitag im Zuge eines etwas schwächeren Euro leicht zulegen können, doch sei nach den Verlusten der Vortage unter dem Strich für die Woche ein Minus von 4% geblieben. Denn gleichzeitig würden die Ernteerwartungen für die Schwarzmeerregion, insbesondere für Russland, deutlich angehoben. Auch in der EU sei mit einem höheren Weizenangebot zu rechnen. So habe das französische Agrarministerium seine Ernteschätzung für Frankreich um 1,6% auf 36,8 Mio. Tonnen nach oben revidiert. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies einen Anstieg um gut 9 Mio. Tonnen. (07.08.2017/fc/a/m)