Agrarrohstoffe: Erstmals seit zwei Jahren wieder Netto-Long-Positionen bei Weizen


10.07.17 17:12
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach seinem rasanten Anstieg gab der Weizenpreis in Chicago Ende letzter Woche leicht nach, so die Analysten der Commerzbank.

Dies dürfte auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein, nachdem der Preis zuvor auf ein 2-Jahreshoch gestiegen sei. In diesem Zuge hätten die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer ihre Netto-Short-Positionen vollständig abgebaut. In der letzten Berichtswoche hätten sie sogar erstmals seit zwei Jahren wieder Netto-Long-Positionen gehalten. Am Morgen nehme der Preis wieder Fahrt auf, denn noch immer halte die heiße und trockene Witterung in den nördlichen Teilen der US-Plains den Markt in Atem. Dies habe vor allem die Preise für proteinreichen Weizen wie den an der Börse Minneapolis notierten Sommerweizen geradezu explodieren lassen. Am letzten Mittwoch habe er bei 820 US-Cents je Scheffel auf dem höchsten Niveau seit Frühjahr 2013 geschlossen. Laut Agenturberichten werde aufgrund der befürchteten Knappheit an proteinreichem US-Weizen bereits vermehrt proteinreicher Weizen europäischer Herkunft nachgefragt.

Nun würden Wetterprognosen befürchten lassen, dass sich die ungünstige Witterung in den USA auf wichtige Mais- und Sojabohnenanbaugebiete des Mittleren Westens ausdehne. Die Maispflanzen seien derzeit in der sensiblen Bestäubungsphase, in der ungünstige Witterung das Ertragspotenzial stark beeinträchtigen könne. Daher befinde sich auch der Maispreis im Aufwind und notiere aktuell mit 400 US-Cents je Scheffel auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr. (10.07.2017/fc/a/m)