Agrarrohstoffe: Australische und kanadische Weizenernte 2017/18 deutlich unter Vorjahr


12.09.17 16:52
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Für Australien werden die Erwartungen an die Weizenernte 2017/18 nach unten korrigiert, so die Analysten der Commerzbank.

Schon zuvor sei von einem Einbruch gegenüber der letzten rekordhohen Ernte in Höhe von 35 Mio. Tonnen ausgegangen worden. Nun falle dieser wohl noch stärker aus als befürchtet. Das US-Landwirtschaftsministerium schätze für 2017/18 aktuell noch 23,5 Mio. Tonnen. Inzwischen würden die Prognosen wegen anhaltender Trockenheit und Frost in New South Wales und Queensland aber bis auf 20 Mio. Tonnen gesenkt.

Auch in Kanada dürfte die Weizenernte 2017/18 deutlich unter dem sehr guten Vorjahr bleiben. Erst habe Nässe die Aussaatarbeiten im Frühjahr behindert, dann sei es im Sommer vielfach zu trocken geblieben. Die kanadische Statistikbehörde habe Ende August die Ernte entsprechend nur auf ein 6-Jahrestief von 25,5 Mio. Tonnen geschätzt, nach 31,7 Mio. Tonnen 2016/17. Anders als in Australien hätten sich in Kanada, wo die Ernte etwa zur Hälfte eingebracht sei, zuletzt aber die Meldungen verbessert und es könnte zu einer Aufwärtsrevision kommen. In den nördlicheren Landesteilen seien die Ergebnisse zuletzt deutlich besser gewesen, während die an die USA grenzenden Gebiete, v.a. das südliche Saskatchewan, von der Trockenheit dort in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Dies habe den Sommerweizenpreis an der Börse Minneapolis zwischen Mitte Mai und Anfang Juli um 45% in die Höhe getrieben. Allerdings scheine die Qualität uneinheitlich, und es dürfte bei der Einschätzung bleiben, dass proteinreicher Weizen 2017/18 knapp sei. (12.09.2017/fc/a/m)