sentix Fonds Aktien Deutschland: Ein Konkurrent für ETFs - Fondsanalyse


04.04.18 10:30
sentix Asset Management

Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - Am 15. März 2013 erblickte der sentix Fonds Aktien Deutschland ("SFAD") das Licht der Welt - mit einem schwierigen Auftrag im Gepäck: Die ETFs zu schlagen und dabei trotzdem Index-nah zu investieren, so die Experten von sentix Asset Management.

Nun, fünf Jahre später, wollen die Experten von sentix Asset Management Konzept und Performance einer näheren Betrachtung unterziehen.

Den Markt, gemessen an einem Marktindex, zu schlagen, sei das Ziel aktiver Fondsmanager. Wie schwierig es sei, dieses Ziel zu erreichen, merke man immer wieder an den Performance-Ranglisten. Nur selten gelinge es einer Mehrheit der Fondsmanager, ihre jeweilige Benchmark zu übertreffen. Über viele Jahre betrachtet, würden es weniger als 25% der Manager schaffen, ihre selbstgesteckten Ziele zu übertreffen. Die Gründe dafür seien vielfältig, würden sich aber auf drei wesentliche Kategorien reduzieren lassen:

Erstens zu wenig "alpha": Um den Index zu übertreffen, müssten Fondsmanager aktive Entscheidungen treffen und z.B. schlechte Titel unter- bzw. gute Titel übergewichten. Doch das Wissen über zukünftige Kursentwicklungen sei nicht leicht zu erlangen, zumal sich die Umfeldbedingungen an den Märkten permanent ändern würden. Ob diskretionäre Entscheidungen oder quantitative Modelle: Nur in der Rückschau sei es einfach, den Marktindex zu übertreffen.

Zweitens zu geringe Abweichungen: Selbst wenn ein Manager gute Ideen habe, bleibe die Frage, wie stark er diese im Portfolio berücksichtige. In der Praxis würden Anleger immer wieder feststellen, dass die Portfoliomanager zu nah am jeweiligen Benchmark investieren würden. Entsprechend gering seien die möglichen Performancebeiträge der aktiven Entscheidungen.

Drittens zu hohe Kosten: Aktive Entscheidungen würden Transaktionskosten verursachen und für die permanente Marktbeobachtung und Umsetzung ihrer Strategie würden aktive Fondsmanager eine Gebühr verlangen. Diese müsse durch die Strategie mitverdient werden. Fehle "alpha" oder werde es nur ungenügend umgesetzt, sei alleine aufgrund der Kosten keine Überrendite möglich.

Aus diesem Grund habe sich eine neue Fondskategorie am Markt etabliert, die Exchange Traded Funds (ETFs). Diese würden auf eine Indexnachbildung und geringe Kosten setzen. Aufgrund der zuvor beschriebenen Hürden für aktive Manager würden ETFs in vielen Fällen die traditionellen, aktiven Fonds in den Schatten stellen. Allerdings habe auch dieses Vorgehen einen Haken: Der Anleger werde niemals eine Wertentwicklung oberhalb des Index erzielen, sondern immer unterhalb der Marktperformance bleiben.

Als wir 2013 den sentix Fonds Aktien Deutschland ins Leben gerufen haben, hatten wir eine andere Vision: Wir wollten die Vorteile eines ETFs, also ein berechenbares, Index-nahes Investment zu günstigen Kosten, mit den Vorteilen einer aktiven Strategie kombinieren, so die Experten von sentix Asset Management. Das Ziel der Experten sei es also gewesen, ein Produkt zu schaffen, welches besser als ein ETF sei und dennoch eine hohe Korrelation und Berechenbarkeit zum Marktindex erreiche! Wahrlich ein anspruchsvolles Ziel. So anspruchsvoll, dass die Idee des sentix Fonds Aktien Deutschland bei den Feri Funds Awards 2014 als Fondsinnovation des Jahres ausgezeichnet worden sei. Doch wie sollte das gelingen?

Die Basis für eine solche Strategie müsse in guten Signalgebern für die künftige Marktentwicklung liegen. sentix setze dabei ganz auf den Faktor Mensch, denn Menschen würden Märkte machen! Das Stichwort laute Behavioral Finance.

Die Stimmungen würden dabei durchaus heftig schwanken, aber es sei gut erkennbar, dass die Signale bei schlechter Stimmung tendenziell zum Kaufen und bei guter Stimmung eher zum Verkaufen raten würden.

Um diese Analyse zu objektivieren untersuchen die Experten von sentix Asset Management für die Strategie im Fonds die Märkte systematisch und erhalten auf Basis eines quantitativen Modells konkrete Kauf- und Verkaufssignale.

Mit Auflage des sentix Fonds Aktien Deutschland am 15. März 2013 werde diese Strategie im realen Fonds umgesetzt. Das Modell werde dabei im Fonds nach folgenden Regeln umgesetzt.

Einerseits möchten wir, dass unser Fonds trotz seiner aktiven Strategie hoch zu seiner Benchmark, in unserem Fall dem Deutsche Aktienindex, korreliert, so die Experten von sentix Asset Management. Dies erreiche man, indem man rund 70% bis 80% der Anlagen tatsächlich in Aktien investiere und die Gewichtung am DAX ausrichte. Den Rest zu 100% würden die Experten durch DAX-Derivate auffüllen. Das Basisportfolio sei damit einem DAX-ETF sehr ähnlich. Im Portfolio fänden sich also niemals implizite Einzeltitel- oder Sektorwetten. Auch MDAX-Titel oder Ähnliches würden nicht beigemischt.

Zum anderen ergänzen die Experten von sentix Asset Management das Basisportfolio durch eine aktive Strategie. Diese werde auf Basis der Modellergebnisse nun so umgesetzt, das ausschließlich der Investitionsgrad des Fonds - in der Fachsprache: Das Beta - zwischen 80% (Minimum bei negativem Modellsignal) und 120% (Maxmimum bei positivem Modellsignal) variiert werde. Die Korrelation zum DAX bleibe damit immer erhalten. Es verändere sich lediglich die Schwankungsbreite: Bei negativer Signallage schwanke der Fonds weniger als der Markt und bei positiver Signallage schwanke er stärker.

Die Modellsignale würden vom Portfoliomanagement und Beachtung von Signalqualität und Irrtumswahrscheinlichkeit sowie unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen mittels DAX-Futures oder DAX-Optionen umgesetzt.

Seit Auflage am 15. März 2013 habe der sentix Fonds Aktien Deutschland bis 2. März 2018 eine BVI-Performance von +49% erwirtschaftet. Gegenüber dem DAX stehe seit Auflage und nach Kosten ein kleines Plus von knapp einem Prozent zu Buche. Das höre sich bescheiden an und liege sicher auch daran, dass das Modell 2017 kein besonders treffsicheres Jahr gehabt habe. Vor Kosten liege das Alpha jedoch oberhalb von 1% pro Jahr und zeige die stabile Performancequalität des sentix Ansatzes sowohl in der Rückrechnung als auch im Live-Betrieb.

Das Ergebnis falle weit deutlicher aus, wenn man die Performance mit den fünf größten DAX-ETFs am Markt vergleiche. Denn dies sei ja das eigentliche Ziel des Fonds: Besser zu sein als die "effizienten" ETFs bei moderaten Abweichungsrisiken. Hier betrage das Plus zwischen 1,8% und knapp 4% nach Kosten! Das seien beachtliche Werte, die speziell für einen langfristig orientierten Investor eine große Rolle spielen würden. Denn ein Performancenachteil von 1% p.a. summiere sich im Laufe von 25 Jahren auf einen Gesamtnachteil von mehr als 28%!

Nach fünf Jahren Live-Einsatz sei nicht nur ein gutes Ergebnis entstanden, sondern auch die Kennzahlen überzeugen würden. Im Schnitt habe der Fonds einen Investitionsgrad von 101 Prozent bei einer Korrelation von 99 Prozent aufgewiesen. Der Tracking Error, also die Abweichung vom Index, habe bei moderaten 2,5 Prozent gelegen. Untersuche man den entstandenen Mehrwert ("alpha") des Fonds, so würden die Kennziffern belegen, dass die erzielte Outperformance keine Korrelation zum DAX aufweise! Dies sei ein erstaunliches Ergebnis, welches die Einmaligkeit der Performance-Quelle "Behavioral Finance" unterstreiche!

Das Konzept des sentix Fonds Aktien Deutschland habe sich damit bewährt. Der Fonds sei eine lohnende Alternative für ETF-afine Anleger, die smarter in den Index investieren möchten und eröffne Investoren die Möglichkeit, mittel- bis langfristig eine stabile Outperformance zu erzielen ohne vollständig auf die Kosten- und Effizienzvorteile eines index-nahen Investments verzichten zu müssen. (04.04.2018/fc/a/f)





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