iShares Edge MSCI World Minimum Volatility ETF: Entspannt am Aktienmarkt - ETF-Analyse


14.01.19 09:43
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.fondscheck.de) - Die Experten der "BÖRSE am Sonntag" stellen in einer aktuellen Ausgabe den iShares Edge MSCI World Minimum Volatility ETF als den Fonds der Woche vor.

Nicht nur der deutsche Anleger scheue hohe Schwankungen am Aktienmarkt. In den USA hätten beispielsweise gesetzliche Regelungen für das Anlegen von Pensionsgeldern eine wichtige Rolle bei der Entwicklung volatilitätsreduzierter Aktienindices gespielt. Auf diesen Trend würden ETFs setzen, die eigens konstruierte Indices mit geringer Schwankungsbreite abbilden würden. Die Vorgehensweise im Detail bei der Indexkonstruktion sei unterschiedlich, auch die Produktbezeichnungen wie z.B. Minimum Volatility, Minimum Variance oder Low Volatility würden variieren. Das Ziel, nämlich die Begrenzung von Schwankungs-Risiken gegenüber den marktkapitalisierungsgewichteten Indices, sei identisch. Die unabhängige Rating-Agentur Morningstar, die den Erfolg dieser Strategie-Indices untersucht habe, verweise in ihrer Analyse z.B. darauf, dass im Krisen-Monat Oktober 2018 der MSCI World NR USD um 5,02 Prozent gefallen sei. Der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF habe dagegen die Verluste auf 2,19 Prozent begrenzen können.

Aktien mit geringeren Schwankungen als der breite Markt müssten nicht unbedingt geringere Erträge liefern. Trotzdem stehe bei Indices mit einem Fokus auf reduzierte Schwankungen nicht die Outperformance im Vordergrund, sondern die geringe Volatilität und idealerweise die niedrige Korrelation der Aktien untereinander. Anleger müssten allerdings bedenken, dass bei den Low Vola Index-Varianten oft die Zusammensetzung der Sektoren und der Länder gegenüber den ursprünglichen Indices abweiche. Darüber hinaus würden möglicherweise andere Risiken auftreten, die Investoren im Auge behalten müssten. So könne beispielsweise ein Run auf schwankungsarme Titel dazu führen, dass diese im Vergleich zum breiten Markt vergleichsweise hoch bewertet seien. Dafür würden Anleger davon profitieren, dass bei risikoreduzierten Titeln in Baisse-Phasen geringere Verluste entstünden, die in der Hausse schneller wieder aufgeholt werden könnten.

Der MSCI World Minimum Volatility-Index sei mit über 350 Einzeltiteln recht breit gestreut. Die Top 3-Titel des Index seien aktuell der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson, der Abfall-Entsorger Waste Management und der Versorger Consolidated Edison. Mit 61,7 Prozent seien die Vereinigten Staaten am stärksten vertreten, gefolgt von Japan (14,1 Prozent) und der Schweiz (6,1 Prozent). Zum Vergleich: Im herkömmlichen MSCI World nähmen die ersten drei Plätze mit der höchsten Gewichtung im Index die Internet- und Tech-Giganten Microsoft, Apple und Amazon ein.

Der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF habe Euro-Investoren in den vergangenen drei Jahren einen Ertrag von 16,9 Prozent gebracht. Der maximale Verlust habe in diesem Zeitraum bei 10,9 Prozent gelegen. Mit dem ETF sollte auch in stürmischen Börsenzeiten des neuen Jahres ein nervenschonendes und trotzdem ertragreiches Aktieninvestment möglich sein. (Ausgabe 2 vom 13.01.2019) (14.01.2019/fc/a/e)






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