iClima Global Decarbonisation Enablers UCITS ETF: "Grüne" Atomkraft - Was Anleger nun tun können


07.01.22 11:31
HANetf Ltd.

London (www.fondscheck.de) - Hector McNeil, Co-CEO & Gründer des britischen ETF-Anbieters HANetf, nimmt Stellung zum neuesten Vorschlag der EU-Kommission Erdgas und Atomkraft als umweltfreundliche Energie einzustufen.

McNeil erkläre, welche Optionen Anleger nun hätten. "Die jüngste Ankündigung der EU-Kommission, Erdgas und Atomkraft als grüne Energie zu klassifizieren, ist sehr umstritten. Einerseits setzt sich Frankreich für die Einstufung der Kernkraft als saubere Energie ein. Deutschland hingegen, das seine Kernkraftwerke gerade stilllegt, ist gegen diese Einbeziehung. Stattdessen drängt man darauf, Erdgas als notwendigen Bestandteil der Energiewende mit einem grünen Label zu versehen.

Die subjektive Ansicht dessen, was für die Aufnahme in einen nachhaltigen oder ESG-Fonds (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) infrage kommt und was nicht, führt zu endlosen Debatten, die über Umweltbelange hinausgehen. Es gibt keine allgemeingültige Definition. So wie die Länder uneins sind, sind es auch die Fondsmanager und Anleger.

Anleger sollten daher zwei Faktoren beachten: Erstens gilt es die Anlagestrategie der Fonds genau zu verstehen, in die sie investieren. So können sie feststellen, ob ihr Fonds mit ihrer eigenen Vorstellung bezüglich nachhaltiger Unternehmen vereinbar ist. Mit ETFs erhalten sie diesbezüglich eine vollständige Transparenz. Die einfachsten ESG-Methodologien nutzen einfache Filter, während die umfangreichsten ganz gezielt auf ein spezifisches Endergebnis ausgerichtet sind. Als Beispiel: HANetf setzt mit dem iClima Global Decarbonisation Enablers UCITS ETF (CLMA) (ISIN IE00BNC1F287 / WKN A2QG4B) ganz klar auf die Vermeidung von CO2-Emissionen und investiert gezielt in Unternehmen, deren Produkte einen positiven und klar messbaren Beitrag zur Lösung des Klimawandels leisten.

Zweitens besteht für Anleger die Möglichkeit thematische ETFs zu nutzen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Strategien bieten Anlegern oft einen klar definierten und gleichzeitig filigraneren Ansatz. Ein ESG-Fonds kann zwar "schlechte" Unternehmen ausschließen oder seine Anteile an "guten" Unternehmen erhöhen. Sie können sogar Unternehmen einbeziehen, die zwar in einer "braunen" Branche tätig sind, im Vergleich jedoch zu den etwas umweltfreundlicheren Unternehmen gehören, wie z.B. Goldminen. Ein thematischer ETF hingegen ist in der Regel darauf ausgerichtet, Anlegern ein Engagement in einem klar umrissenen Thema zu bieten. Ein Themen-ETF, der in Wind- oder Solarenergie investiert, wird genau das tun und kein Engagement in Kernenergie oder Erdgas aufweisen.

Damit können Anleger nach ihren eigenen Überzeugungen zur Nachhaltigkeit investieren, unabhängig davon, wie etwas klassifiziert ist. Anleger, die sich in der Kernenergie engagieren wollen, haben dabei ebenfalls verschiedene Möglichkeiten." (07.01.2022/fc/a/e)






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