grundbesitz europa-Fonds: Zins-Alternative europäische Immobilien - Fondsanalyse


08.08.17 15:00
DWS Investments

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Immobilien können als Alternative zu Zinsanlagen gesehen werden. Der offene Immobilienfonds grundbesitz europa gibt wieder Anteile aus. Der grundbesitz europa bietet Anlegern die Möglichkeit, sich mit einem Fonds an 59 Immobilien in neun europäischen Ländern zu beteiligen, so die Experten von DWS Investments.

Seit Jahren seien die Zinsen in Europa im Tiefflug. Viele Sparkonten und Anleihen würden Anlegern inzwischen schon gar keine Rendite mehr bringen. Immer mehr Anleger würden deshalb nach Alternativen zu Zinspapieren suchen.

Oft falle dabei die Wahl auf Immobilien. Doch Investoren dürften dabei einen Punkt nicht vergessen: Nicht jedes Immobilieninvestment verspreche automatisch eine hohe Rendite. Lage, Qualität, Mietrendite und natürlich der Einkaufspreis müssten passen. Zudem gebe es keine Garantie, dass sich die vielen verschiedenen regionalen - und oft sehr engen - Immobilienmärkte stets im Sinne der Anleger entwickeln würden.

Wer als Privatanleger in Immobilien investieren wolle, sei deshalb mit einem offenen Immobilienfonds oft besser beraten als mit einer Direktanlage. Bei Immobilienfonds würden Immobilienprofis die einzelnen Objekte auswählen und zudem auf ein breit gestreutes Portfolio achten. Investiert werde dabei primär nicht in Wohnhäuser, sondern in Gewerbeimmobilien wie Büros oder Einkaufszentren.

Bei einem der traditionsreichsten offenen Immobilienfonds könnten Anleger jetzt wieder einsteigen: Seit dem 12. Juli 2017 würden wieder neue Fondsanteile des grundbesitz europa ausgegeben. Der Fonds besitze zahlreiche attraktive Büro- und Gewerbeimmobilien in Europa. Wer Anteile dieses Immobilienfonds halte, partizipiere an den Mieteinnahmen dieser Immobilien ebenso, wie an einer möglichen Wertsteigerung.

Vor gut einem Jahr sei entschieden worden, vorübergehend keine neuen Anteile des grundbesitz europa auszugeben. Lediglich Sparpläne hätten seitdem fortgeführt werden können. Hintergrund: Wegen der hohen Nachfrage sei dem Immobilienfonds in den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 sehr viel neues Geld zugeflossen. Dadurch sei der Liquiditätsanteil auf mehr als 30 Prozent des Fondsvermögens gestiegen.

Nach Einschätzung des Fondsmanagements sei das zu viel gewesen, denn schließlich sei es nicht die Aufgabe eines Immobilienfonds, Bargeld zu horten. Inzwischen sei jedoch der hohe Geldbestand kräftig abgebaut worden. Vor allem durch mehrere Zukäufe neuer Immobilien sei die Liquiditätsquote auf ein sinnvolles Niveau von gut 14,5 Prozent des Fondsvermögens gesenkt worden (Stand: 30.6.2017). Durch den Kauf neuer Immobilien sei andererseits das Immobilienvermögen (direkt gehaltene Immobilien zzgl. Beteiligungsvermögen) des Fonds auf rund 5,2 Milliarden Euro gestiegen (Stand: 30.6.2017).

Zugekauft worden seien Gewerbeimmobilien in mehreren europäischen Ländern. Ein Gebäudekomplex in der Frankfurter Innenstadt mit Büros, Geschäften und einem Hotel solle 2018 ins Fondsvermögen übergehen. Außerdem habe der grundbesitz europa ein Einkaufszentrum in Spanien sowie eines Großbritannien erworben.

Erst im Juni 2017 habe das Fondsmanagement zwei weitere Immobilientransaktionen erfolgreich abschließen können. Für rund 352 Millionen Euro habe der Fonds die beiden Büroimmobilien "Bankside 2 & 3" im aufstrebenden Londoner Stadtteil Southbank erworben.

Die beiden Gebäude seien langfristig und vollständig an bonitätsstarke Mieter vermietet. "Southbank befindet sich am südlichen Ufer der Themse und weist eine relativ stetige Flächennachfrage auf mit vergleichsweise niedriger Leerstandsrate - entsprechend wird hier trotz des Brexit-Referendums ein positives Mietwachstum erwartet", erläutere Fondsmanager Bernd Ebert in seinem Fondsmanagerkommentar für den Monat Juni 2017.

In Frankreich habe sich der grundbesitz europa dagegen im Juni von einer Immobilie getrennt und die Büroimmobilie "Forum 52" zu einem Verkaufspreis von 56 Millionen Euro veräußert. "Der Verkauf dieses nur noch zu rund einem Drittel vermieteten Objektes hat positive Auswirkungen auf die Vermietungsquote des Fonds", erkläre Ebert.

Die Vermietungsquote (Vermietung gemessen am Jahressollmietertrag) des grundbesitz europa liege bei 94,7 Prozent (Stand: 30.6.2017). Mit den Neuzugängen sei der Immobilienfonds nun noch breiter diversifiziert. Im Portfolio des grundbesitz europa würden sich 59 Immobilien in neun europäischen Ländern finden.

Ungeachtet der hohen Vermietungsquote und des breit diversifizierten Fondsportfolios sollten Anleger berücksichtigen, dass mit der Beteiligung an einem offenen Immobilienfonds auch Risiken verbunden seien. So könnten beispielsweise die Mieterträge des Fonds z.B. infolge von Leerständen oder zahlungsunfähigen Mietern sinken oder Objekte könnten für Mieter weniger attraktiv werden, was die erzielbaren Mieten schmälern könne.

Geringere Mieteinnahmen wiederum könnten den Wert einer Immobilie senken. Solche Entwicklungen könnten sich auf den Wert des Fondsvermögens bzw. der Fondsanteile auswirken.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben seien bei offenen Immobilienfonds wie dem grundbesitz europa Anteilrückgaben - ungeachtet der Höhe des Rückgabebetrags - nur möglich bei Einhaltung einer Mindesthaltefrist von 24 Monaten sowie einer Ankündigungsfrist von zwölf Monaten. Das gelte für alle Anleger, die nach dem 21. Juli 2013 Fondsanteile erworben hätten. (08.08.2017/fc/a/f)





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